Was geschieht mit Bronzen aus dem Königreich Benin? Museumsexperten und politisch Verantwortliche aus Deutschland wollen darüber beraten.
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Benin-Bronzen aus dem Königsreich Benin im Hamburger Museum für Kunst und Gewerbe. Foto: Daniel Bockwoldt/dpa - dpa-infocom GmbH

Das Wichtigste in Kürze

  • Über die als Raubgut geltende Benin-Bronzen soll bezüglich Umgang beraten werden.
  • Verantwortliche aus Deutschland wollen deshalb eine Gesprächsrunde durchführen.

Museumsexperten und politisch Verantwortliche wollen am 29. April über den weiteren Umgang mit den als Raubgut geltenden Benin-Bronzen in deutschen Beständen beraten.

Kulturstaatsministerin Monika Grütters habe für diesen Tag zu einer digitalen Gesprächsrunde eingeladen. Das hiess es am Mittwoch in Berlin aus dem Haus der CDU-Politikerin. Ziel sei es in Deutschland eine gemeinsame Position zu finden. Dies, «um dann im Dialog mit der nigerianischen Seite das weitere Vorgehen abzustimmen».

Der Umgang mit den Benin-Bronzen sei «ein Prüfstein für den Umgang Deutschlands mit Sammlungsgut aus kolonialen Kontexten». Das hatte Grütters bei der Ankündigung des Treffens gesagt.

Objekte aus dem Königreich Benin

Benin-Bronzen sind in zahlreichen deutschen Museen zu finden. Auch im Berliner Humboldt Forum sollen nach bisherigen Plänen welche ausgestellt werden. Das Ethnologische Museum verfügt über rund 530 historische Objekte aus dem Königreich Benin, darunter etwa 440 Bronzen. Die Objekte stammten grösstenteils aus den britischen Plünderungen des Jahres 1897.

Eingeladen für das Gespräch wurden den Angaben zufolge die Leitungen der deutschen Museen der Benin Dialogue Group. Zudem sollen neben dem Auswärtigen Amt die jeweils für die Museen zuständigen politischen Ebenen dabei sein. Dabei ist auch die Bund-Länder-Arbeitsgruppe zum Umgang mit Sammlungsgut aus kolonialen Kontexten. Auch dabei ist der Generalsekretär der Kulturstiftung der Länder als Leiter der Kontaktstelle für Sammlungsgut aus kolonialen Kontexten in Deutschland.

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