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Ferien-Fazit: Rega hatte «sehr intensiven» Sommer

Aaron Studer
Aaron Studer

Obwalden,

Der Sommer sei «einsatzreich» für die Rega gewesen, sagt Mediensprecher Adrian Schindler. Am häufigsten werde wegen akuter Krankheitsnotfälle geflogen.

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Die Rega hatte einen Sommer mit vielen Einsätzen. - keystone

Das Wichtigste in Kürze

  • Es war ein «einsatzreicher Sommer» für die Rega.
  • Krankheitsbedingte Notfälle führen weiterhin zu den meisten Rega-Einsätzen.
  • Rega-Ärzte beraten Erkrankte auch im Ausland und organisieren die Rückführungen.

Die Sommerferien neigen sich dem Ende zu – für die Rega war es eine intensive Zeit.

Wegen zahlreicher Einsätze hatte die Rettungsflugwacht alle Hände voll zu tun. Rega-Mediensprecher Adrian Schindler zieht Bilanz.

Man merke, dass das Wetter schön und warm gewesen sei, sagt Schindler gegenüber SRF. Dementsprechend seien mehr Menschen draussen aktiv unterwegs. Das habe zu einem «ereignisreichen Sommer» für die Rega geführt.

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Adrian Schindler ist Teamleiter der Mediensprecher bei der Rega. - prol.ch

Konkret bedeutet das: Mehr Velofahrer und Wanderer – auch im alpinen Gelände. Da sich die Hitze in den Tälern staut, zieht es viele Menschen für ihren Sport in höhere Lagen.

Laut Schindler gab es «zehn Prozent mehr alpine Hochtouren und Kletteraktivitäten als im vergangenen Jahr». Jedoch allgemein betrachtet seien die Bergaktivitäten mittelmässig hoch gewesen.

Krankheits-Notfälle sind Schwerpunkt

Oftmals wird die Rega wegen akuten Krankheitsfällen wie Herzinfarkten oder Schlaganfällen gerufen. Solche Fälle seien «mit Abstand die häufigsten Einsätze», so der Mediensprecher auf SRF 4.

Kommen in der Hochsaison Einsätze wegen Ferienaktivitäten hinzu, führe das zu einem «Peak», also einem Spitzenwert, in der Statistik.

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Blick in den Hangar: Am häufigsten wird die Rega wegen akuten Gesundheitsbeschwerden gerufen. - keystone

Allein dieses Jahr flog die Rega zu 323 Bergunfall-Einsätzen. Im Vergleich zum gleichen Zeitraum des Vorjahres musste die Rega zwischen Jahresbeginn und Mitte August 39-mal häufiger ausrücken.

2025 mussten in der Schweiz fast 4000 Personen beim Bergsport von der Bergrettung evakuiert werden. 98 Menschen kamen beim klassischen Bergsport ums Leben – so wenige wie seit zehn Jahren nicht mehr.

Ambulanz-Chats für Rückholer

Auch das Rückholen von Schweizer Touristen aus anderen Ländern fällt unter das Aufgabengebiet der Rega. Dafür gibt es sogenannte Ambulanz-Chats.

Die Rega bietet telefonische medizinische Beratung für Menschen an, die im Ausland erkrankt oder verunfallt sind. Dabei beurteilen Rega-Beratungsärzte den Gesundheitszustand und entscheiden, ob und wie eine Rückführung in die Schweiz sinnvoll ist.

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Die Rega ist für die Rückführung von Schweizern zuständig, die sich im Ausland verletzen und ausgeflogen werden müssen. - keystone

Diese Chats seien dieses Jahr ungefähr gleich häufig genutzt worden wie in den vergangenen Jahren. «Dass die Schweizer in den Ferien ins Ausland reisen, ist unabhängig vom Wetter», so Schindler.

Die klassischen Mittelmeerdestinationen wie Italien, Spanien und Frankreich werden dabei am häufigsten angeflogen. 2026 war die Rega jedoch schon in Bolivien, Kasachstan oder Tokio im Einsatz, um Schweizer Urlauber nach Hause zu holen.

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