Viktor Orban steht wegen Flugreisen zu Fussballspielen unter Druck

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    Ungarns Ministerpräsident Viktor Orban steht wegen Flugreisen zu Fussballspielen im Luxusjet eines befreundeten Geschäftsmannes unter Druck.

    Der ungarische Ministerpräsident Viktor Orban bei der Plenarssitzung 2018 im Europäischen Parlament in Strassburg (F).
    Der ungarische Ministerpräsident Viktor Orban bei der Plenarssitzung 2018 im Europäischen Parlament in Strassburg (F). - Keystone

    Das Wichtigste in Kürze

    • Viktor Orban steht wegen Flugreisen im Luxusjet zu Fussballspielen unter Druck.
    • Stabschef Gergely Gulyas weist die Korruptionsvorwürfe als «Verleumdung» zurück.
    • Die Oppositionspartei Dialog kündigte eine Anzeige gegen den Ministerpräsidenten an.

    Ungarns Ministerpräsident Viktor Orban steht wegen Flugreisen zu Fussballspielen im Luxusjet eines befreundeten Geschäftsmannes unter Druck: Orbans Stabschef Gergely Gulyas wies die Berichte und Korruptionsvorwürfe am Donnerstag als «Verleumdung» zurück. Orban habe schon immer an «für den ungarischen Sport wichtigen Veranstaltungen teilgenommen», sagte Gulyas in Budapest. Die fraglichen Fussballspiele habe Orban aber privat besucht und nicht in seiner offiziellen Funktion als Ministerpräsident.

    Am Montag hatte das Enthüllungsportal «Atlatszo.hu» berichtet, dass Orban an Bord eines Privatflugzeugs zu einem Champions-League-Spiel seines ungarischen Lieblingsclubs MOL Vidi FC in Bulgarien und möglicherweise auch zur Fussball-Weltmeisterschaft in Russland geflogen sei. Der Luxusjet im Wert von 53 Millionen Euro ist demnach in Österreich registriert. Der Besitzer sei unbekannt, die Maschine stehe aber meist auf dem Budapester Flughafen.

    «Kein einziger Forint» aus Steuergeldern

    Orbans Sprecher Bertalan Havasi bestätigte daraufhin, dass Orban ein regelmässiger Gast des Clubbesitzers Istvan Garancsi sei, der einer der reichsten Männer Ungarns ist. Für die Flüge zu den Spielen des Vereins aus Orbans Heimatort Szekesfehervar südwestlich von Budapest sei «kein einziger Forint» aus Steuergeldern bezahlt worden. Vorwürfe der Vetternwirtschaft wies die Regierung zurück.

    Die Opposition kritisiert dagegen, dass Garancsi dank seiner Freundschaft mit Orban an staatliche Aufträge in Millionenhöhe gekommen sei. Die Oppositionspartei Dialog kündigte eine Anzeige gegen den Ministerpräsidenten wegen Korruptionsverdachts an und forderte eine parlamentarische Untersuchung zu Orbans Vermögenserklärung.

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