Vertrauen in Medien deutlich gestiegen

    DPA
    DPA

    Deutschland,

    In der Pandemie wollen sich viele Bürger gut und verlässlich informieren. Das fördert laut einer Studie das Vertrauen in die Medien.

    medien deutschland vertrauen
    Die Deutschen vertrauen den Medien so sehr wie noch nie. Foto: Sven Hoppe/dpa/Symbolfoto - dpa-infocom GmbH

    Das Wichtigste in Kürze

    • Deutsche vertrauen den Medien stärker als auch schon.
    • 56 Prozent vertrauen, wenn es um Wichtiges oder die Gesellschaft Betreffendes geht.
    • Noch ist aber nicht klar, ob es sich um ein nachhaltiges Vertrauensplus handelt.

    Das Vertrauen in Medien ist in Deutschland einer Langzeitstudie zufolge am Ende des Corona-Jahres 2020 deutlich gewachsen.

    56 Prozent der Befragten gaben im November und Dezember an, voll und ganz beziehungsweise eher Medien zu vertrauen. Dies, wenn es sich um wirklich wichtige Dinge wie etwa Umweltprobleme, Gesundheitsgefahren oder politische Skandale dreht. Das geht aus den am Donnerstag von der Johannes Gutenberg-Universität Mainz veröffentlichten Ergebnissen der siebten Studien-Ausgabe hervor. So hoch war der Wert demnach noch nie.

    Die Ergebnisse zu der Frage hatten sich in den vergangenen Studien-Ausgaben in einer Spanne zwischen 28 und 44 Prozent bewegt. 2019 etwa waren es nur 43 Prozent gewesen. Werte für die «Langzeitstudie Medienvertrauen» sind erstmals 2008 erfasst worden, dann nach einer Pause ab 2015 für jedes Jahr.

    Stimmungsveränderungen möglich

    Zu den Ergebnissen der Studie, die repräsentativ für die Bevölkerung in Deutschland ab 18 Jahren ist, hiess es: In der Corona-Krise sei der Informations- und Orientierungsbedarf in der Bevölkerung offenbar mit wachsendem Vertrauen in die Medien einhergegangen.

    In der Mitteilung betonte die Hochschule an anderer Stelle zugleich: «Ob es sich hierbei um ein nachhaltiges Vertrauensplus handelt, muss sich erst noch zeigen.» Es sei möglich, dass sich die Stimmung in den darauf folgenden Wochen erneut verändert habe. Das könnte parallel zur wachsenden Unzufriedenheit mit dem politischen Krisenmanagement geschehen.

    Mehr zum Thema:

    Kommentare

    Weiterlesen

    1 Interaktionen
    Hamburg
    amnesty international
    155 Interaktionen
    Amnesty-Bilanz
    1 Interaktionen
    Brüssel

    MEHR IN NEWS

    Peking/Washington
    Einsiedeln SZ
    Einsiedeln SZ
    Parkplatz Olten
    Parkplatz-Ärger
    Ernst Wandfluh
    3 Interaktionen
    «Genug Totholz»

    MEHR AUS DEUTSCHLAND

    Timmy
    Millionen-Klage
    9 Interaktionen
    Unna/Hagen
    Audi
    40 Interaktionen
    Allrounder
    Skoda Kamiq
    7 Interaktionen
    Problem mit Lenkung