Verband: Kliniken können bald Gehälter nicht mehr zahlen

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    Coronabedinge Betriebseinschränkungen: Vielen Kliniken in Deutschland geht das Geld aus. Die Deutsche Krankenhausgesellschaft fordert eine Erhöhung der Hilfen. Der Aufschrei findet Gehör bei Bundesgesundheitsminister Jens Spahn.

    Vielen Klinikien fehlt laut Deutscher Krankenhausgesellschaft das Geld aus der Regelversorgung. Foto: Soeren Stache/dpa/Symbolbild
    Vielen Klinikien fehlt laut Deutscher Krankenhausgesellschaft das Geld aus der Regelversorgung. Foto: Soeren Stache/dpa/Symbolbild - dpa-infocom GmbH

    Das Wichtigste in Kürze

    • Die Deutsche Krankenhausgesellschaft schlägt angesichts der coronabedingten Betriebseinschränkungen Alarm.

    «Wenn die Bundesregierung die Hilfen nicht deutlich erhöht, werden flächendeckend Kliniken bereits im ersten Quartal 2021 nicht mehr die Gehälter ihrer Mitarbeiter zahlen können», sagte der Präsident der Krankenhausgesellschaft, Gerald Gass, dem Redaktionsnetzwerk Deutschland (RND). «Das Geld aus der Regelversorgung fehlt.» Die Krankenhäuser verfügten nur noch begrenzt über finanzielle Mittel.

    Die Bundesregierung hatte Mitte Dezember einen neuen Rettungsschirm für die Krankenhäuser aufgespannt. Nach dem Konzept des Gesundheitsministeriums erhalten diese in besonders coronabelasteten Gebieten Ausgleichszahlungen, wenn sie auf aufschiebbare Eingriffe verzichten und damit Betten frei halten. Davon würden aber lediglich 25 Prozent der Kliniken erfasst, erklärte Gass. Der Verbandspräsident schlug vor, dass die Kliniken auf der Basis von 2019 monatlich ihr Budget erhalten sollten und Ende 2021 genau abgerechnet wird.

    Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) sicherte am Dienstag ausreichende Finanzmittel zu. «Bund und Länder stehen gemeinsam in der Verantwortung. Wir wollen und werden die Liquidität der Krankenhäuser in der Krise sichern. Darauf können sich die Beschäftigten verlassen», sagte er dem RND. Das Thema könnte auch bei den nächsten Beratungen zwischen Bundeskanzlerin Angela Merkel und den Ministerpräsidenten der Länder am 5. Januar auf der Tagesordnung stehen.

    Zwei Drittel aller Klinikbetreiber rechnen im Gesamtjahr 2020 mit Verlusten, wie aus dem aktuellen Krankenhaus-Barometer des Deutschen Krankenhausinstituts (DKI) hervorgeht, das dem Berliner «Tagesspiegel» (Dienstag) vorliegt. 18 Prozent der knapp 2000 Kliniken mit 1,3 Millionen Mitarbeitern beurteilen ihre aktuelle wirtschaftliche Lage als gut.

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