Venedig streicht Jury-Pressekonferenz

    Keystone-SDA
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    Italien,

    Äusserst ungewöhnlich: Bei den Filmfestspielen in Venedig gibt es dieses Mal keine Jury-Pressekonferenz zum Auftakt. Branchenkenner vermuten, dies könnte mit den erhitzten politischen Fragen zusammenhängen, die auf den Pressekonferenzen verschiedener grosser Filmfestivals zuletzt gestellt wurden und Filmemacher teils in Nöte brachten.

    ARCHIV - Die Jury bei der 82. Ausgabe der Filmfestspiele von Venedig im vergangenen Jahr. Foto: Alessandra Tarantino/Invision/AP/dpa/Archivbild
    ARCHIV - Die Jury bei der 82. Ausgabe der Filmfestspiele von Venedig im vergangenen Jahr. Foto: Alessandra Tarantino/Invision/AP/dpa/Archivbild - Keystone/Invision/AP/Alessandra Tarantino

    Die Festivalleitung bestritt allerdings in einer Anfrage des US-Magazins «Deadline», dass die Entscheidung deswegen getroffen worden sei, und sprach stattdessen von einem «Terminkonflikt». Eine Jury-Pressekonferenz zum Auftakt ist Standard bei Filmfestivals wie in Venedig, Cannes oder Berlin.

    Gaza-Krieg auf Jury-Pressekonferenzen wiederholt Thema

    Bei der Berlinale war die Jury-Pressekonferenz im Februar Zündpunkt politischer Debatten über den Gaza-Krieg, die sich über das ganze Festival erstreckten und in einem offenen Brief, Protesten und Stellungnahmen endeten. Jury-Präsident Wim Wenders hatte dort auf eine Frage zum Gaza-Krieg gesagt, Filmschaffende müssten sich aus der Politik heraushalten, sie seien ein Gegengewicht zur Politik.

    Anschliessend wurden Filmschaffende auf Pressekonferenzen immer wieder aufgefordert, sich zum Gaza-Krieg zu positionieren. Auch beim Filmfest Venedig war das im vergangenen Jahr Thema, vor allem wegen des Films «The Voice of Hind Rajab» über ein getötetes palästinensisches Mädchen. Die Regisseurin Kaouther Ben Hania gewann damit den zweitwichtigsten Preis des Festivals, dieses Jahr sitzt sie in der Wettbewerbsjury. Jury-Präsidentin ist diesmal die US-Schauspielerin und Regisseurin Maggie Gyllenhaal.

    2025 wurde Jury-Präsident Alexander Payne bei der Eröffnungs-Pressekonferenz in Venedig ebenfalls zum Gaza-Konflikt befragt. Auch dieses Jahr läuft ein Film über den Gaza-Krieg im Wettbewerb: «Naza» von Yuval Abraham und Rachel Szor. Die beiden Regisseure gehörten zum vierköpfigen Regieteam des 2025 mit einem Oscar ausgezeichneten Dokumentarfilms «No Other Land».

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    Kommentare

    User #5128 (nicht angemeldet)

    Passt, deren linkes Geschwurbel braucht niemand wirklich, ansonsten kann er ja nach Venedig gehen und vor Ort nachfragen.

    User #5661 (nicht angemeldet)

    Gut so! Filmschaffende sollten sich nicht öffentlich zu politischen Fragen äussern, darauf würde es letztendlich hinauslaufen. Es gibt bereits genug unqualifizierte Einmischung in dieses Thema.

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