Euro

Venedig-Eintritt bringt 5,4 Millionen Euro ein

DPA
DPA

Italien,

Eine Stadt wie ein Museum – und das Ticket kostet bis zu zehn Euro. Venedig hat die zweite Testphase seines Eintrittssystems beendet und die Stadt zieht vorläufig Bilanz.

Eintrittssystem
Ob das Eintrittssystem auch 2026 wieder greift, ist offen. (Archivbild) - dpa

Das Wichtigste in Kürze

  • Tagestouristen mussten auch dieses Jahr ein Eintrittsticket in Venedigs Altstadt kaufen.
  • Die Stadt zählt über 720'000 zahlende Besucher.
  • Somit konnten umgerechnet rund 5 Millionen Franken eingebracht werden.

Teilweise doppelt so teuer, aber auch fast doppelt so hohe Einnahmen: Dieses Jahr haben Tagestouristen in Venedigs Altstadt erneut ein Eintrittsticket kaufen müssen. Nun ist die zweite Testphase des umstrittenen Systems beendet.

Die Stadt zählte über 720'000 zahlende Besucher, die rund 5,4 Millionen Euro (rund 5 Millionen Franken) einbrachten. Fast doppelt so viel wie bei der Premiere im Jahr 2024. Zudem wurden 2500 Bussgelder verhängt, etwa wegen fehlender Tickets.

Die Regelung galt diesmal an 54 Tagen, verteilt auf Wochenenden und Feiertage im April, Mai, Juni und Juli: jeweils zwischen 8.30 und 16 Uhr. Wer früh buchte, zahlte fünf Euro. Kurzentschlossene mussten das Doppelte an der Kasse lassen.

Ausnahmen galten weiterhin etwa für Einheimische, Kinder sowie Übernachtungsgäste, die ohnehin die Kurtaxe zahlen.

Stadt: «Ziel des Systems ist nicht die Geldbeschaffung»

Die Eintrittsregelung soll helfen, den Massentourismus in der Lagunenstadt an der Adria besser zu steuern. Finanzstadtrat Michele Zuin erklärte, das System habe auch im zweiten Jahr gut funktioniert und für mehr Planungssicherheit bei Besuchern gesorgt. Geldbeschaffung sei jedoch nicht das Ziel.

Der finanzielle Effekt ist aber nicht kleinzureden. Zum Vergleich: 2024 wurde das weltweit einzigartige Modell an 29 Tagen getestet. Man zahlte maximal fünf Euro. Am Ende der Testphase wurden 485'000 Menschen registriert, die Einnahmen beliefen sich auf rund 2,4 Millionen Euro.

Das Geld, abzüglich der Betriebskosten, soll direkt der Stadt und den Bewohnern zugutekommen – etwa über stabile Müllgebühren. Eine umfassende Auswertung der gesammelten Daten steht noch aus.

Eintrittsgeld auch 2026?

Ob das Eintrittssystem auch 2026 wieder greift, ist unklar. Befürworter sehen die Massnahme als symbolisches Zeichen: Venedig sei fragil und müsse geschützt werden. Unverändert bleibt aber die Kritik: Es gebe zu viele Ausnahmen und keine verbindliche Besucherobergrenze.

Würdest du noch nach Venedig reisen?

Zudem stellt sich die Frage, ob eine Eintrittsgebühr reicht, um den Massentourismus einzudämmen. Zumal ein Kaffee rund um den Markusplatz fast genauso viel kostet wie das Tagesticket. In der Altstadt Venedigs leben heute weniger als 50'000 Menschen, jedes Jahr aber kommen Millionen Touristen.

Kommentare

User #1510 (nicht angemeldet)

Wann machen wir das endlich mit dem Gotthard ?? Tunnelgebühr !!

User #3296 (nicht angemeldet)

Diese Gebühren sind eine bodenlose Frechheit!

Weiterlesen

Venedig
7 Interaktionen
Tagestickets
Venedig Gondel
12 Interaktionen
Beim Essen in Venedig
Tod in Venedig
Kommunikation
18 Interaktionen
Smartphone im Winter

MEHR IN NEWS

Zwei Menschen in RAV-Büro
1 Interaktionen
Bern
trump
1 Interaktionen
Washington
Daillens VD

MEHR EURO

e autos förderung
29 Interaktionen
Bundesregierung
90 Interaktionen
Als 21. Land
Tresor
54 Interaktionen
Gelsenkirchen (D)
sasha rente
50 Interaktionen
3000 Euro

MEHR AUS ITALIEN

Valentino Rossi
3 Interaktionen
Zoff bei Töff-Ikone
Unwetter
2 Interaktionen
Palermo
SRF-Auswanderer
41 Interaktionen
«Gezittert»
Valentino
Rom