Der Vater des Attentäters von Hanau ist wegen zwei Beleidigungen zu einer Geldstrafe verurteilt worden.
Gedenken an die Opfer in Hanau
Gedenken an die Opfer in Hanau - AFP/Archiv

Das Landgericht der hessischen Stadt hob am Montagabend ein vorangegangenes Urteil des Amtsgerichts auf, verurteilte ihn in diesen beiden Fällen und sprach ihn in einem dritten frei, wie eine Sprecherin mitteilte. Sein Sohn Tobias R. hatte im Februar 2020 aus rassistischen Motiven neun Menschen mit Migrationshintergrund erschossen und danach seine Mutter und sich selbst getötet.

Der Vater beleidigte Menschen, die danach vor seinem Wohnhaus demonstrierten - darunter auch Hinterbliebene der Opfer. Zudem bezeichnete er ein Spezialeinsatzkommando in seinem Haus als «Terrorkommando». Nun soll er laut Urteil 4800 Euro zahlen. Noch während der Urteilsverkündung verliess der Mann den Saal, wie die Sprecherin weiter erklärte.

Es war nicht seine erste gerichtliche Auseinandersetzung. Im März 2021 war er vor dem Bundesgerichtshof in Karlsruhe mit dem Versuch gescheitert, die Durchsuchungen seiner Wohnung und Autos kurz nach der Tat für rechtswidrig erklären zu lassen.

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