Vor dem Landgericht Heidelberg wird am Freitag (10.00 Uhr) das Urteil im sogenannten Paketbomberprozess erwartet.
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Justitia - AFP/Archiv

Das Wichtigste in Kürze

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Dem angeklagten 66-jährigen Rentner Klaus S. aus dem Raum Ulm wird vorgeworfen, im Februar dieses Jahre drei selbstgebaute Sprengsätze verschickt zu haben, von denen einer beim Getränkehersteller Wild in Eppelheim explodierte ein zweiter im Postzentrum von Lidl in Neckarsulm. Dabei wurden vier Menschen verletzt. Eine dritte Bombe an den Kindernahrungshersteller Hipp im bayerischen Oberpfaffenhofen konnte im Paketzentrum am Münchner Flughafen abgefangen werden.

S. wurde im Verlauf des Prozesses entlastet. Da gegen ihn kein dringender Tatverdacht mehr bestand, wurde er zudem vorläufig auf freien Fuss gesetzt. Die Staatsanwaltschaft hält den Angeklagten allerdings weiterhin für den Täter und forderte vier Jahre und sechs Monate Haft. Die Verteidigung plädierte auf Freispruch und machte den Ermittlungsbehörden schwere Vorwürfe.

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