Uno kritisiert Festnahme von mehr als 1800 Demonstranten in Russland

    AFP
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    Genève,

    Die Uno hat die Festnahme von hunderten Demonstranten in Russland im Zusammenhang mit dem russischen Einmarsch in die Ukraine angeprangert.

    Festnahme eines Demonstranten in Moskau
    Festnahme eines Demonstranten in Moskau - AFP

    Das Wichtigste in Kürze

    • Menschen protestierten auf den russischen Strassen gegen die Invasion in die Ukraine.
    • Mehr als 1800 der Demonstrierenden wurden verhaftet.
    • Nun fordert die Uno die russischen Behörden umgehend zur Freilassung auf.

    Man gehe davon aus, dass «mehr als 1800 Demonstranten verhaftet wurde..» Dies sagte Ravina Shamdasani, Sprecherin des UN-Menschenrechtsbüros, vor Journalisten in Genf. «Die Festnahme von Menschen stellt eine willkürliche Freiheitsberaubung dar. Sie nehmen ihr Recht auf freie Meinungsäusserung oder friedliche Versammlung wahr.»

    Shamdasani forderte die russischen Behörden zur «sofortige Freilassung» aller festgenommenen Demonstranten auf. Es sei unklar, ob einige von ihnen in der Zwischenzeit wieder freigelassen worden seien.

    protest
    Das von der staatlichen russischen Nachrichtenagentur Sputnik veröffentlichte Bild zeigt wie Polizisten einen Teilnehmer einer Mahnwache gegen Russlands Militäroperation in der Ukraine auf dem Puschkin-Platz festnehmen. - sda

    Bei Protesten gegen den Einmarsch in die Ukraine waren am Donnnerstag nach Angaben von Aktivisten hunderte Menschen festgenommen worden. Die Menschenrechtsorganisation OVD-Info registrierte nach eigenen Angaben bis Donnerstagabend mindestens 1391 Festnahmen – in 51 russischen Städten. Allein in der Hauptstadt Moskau wurden mehr als 700 und in St. Petersburg mehr als 340 abgeführt.

    Russische Behörden warnten Protestierende vor Strafen

    Die russischen Behörden hatten Proteste gegen den russischen Einmarsch in die Ukraine untersagt und Teilnehmenden mit harten Strafen gedroht. In den Online-Netzwerken wurde dennoch zu Demonstrationen aufgerufen.

    Genf UN
    Der UN-Menschenrechtsrat in Genf. - Keystone

    Die grössten Proteste fanden in den Millionenmetropolen Moskau und St. Petersburg statt. Die Polizei, die in Moskau mit einem Grossaufgebot im Einsatz war, löste die Kundgebungen auf.

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