Ungewöhnlicher Hurrikan «Lorenzo» wütet über den Azoren

    Keystone-SDA
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    Portugal,

    Überschwemmungen, unbefahrbare Strassen und Schäden an Häusern: «Lorenzo» wütet über den Azoren, mehrere Gemeinden waren ohne Strom.

    Hurrikan Lorenzo - Portugal
    Ein Kind steht zwischen Trümmern eines zerstörten Hauses in dem Dorf Feteira auf der portugiesischen Insel Faial. Hurrikan Lorenzo hat den Archipel der Azoren mit heftigen Regenfällen, starken Winden und hohen Wellen getroffen. - dpa

    Das Wichtigste in Kürze

    • Der Hurrikan «Lorenzo» tobt über den Azoren und hat dort erhebliche Schäden angerichtet.
    • «Lorenzo» gilt als ungewöhnlicher Hurrikan.
    • Es kommt nur äusserst selten vor, dass solche Wirbelstürme so nah nach Osten gelangen.

    Hurrikan «Lorenzo» hat über den Azoren gewütet und dort erhebliche Schäden angerichtet. Auf den zu Portugal gehörenden Atlantik-Inseln seien am Mittwoch bei heftigen Regenfällen und Orkanböen Bäume entwurzelt und Strommasten umgerissen worden, berichteten Medien unter Berufung auf die Behörden. Es habe Wellen von gut 20 Metern Höhe gegeben.

    Hurrikan Lorenzo - Portugal
    Kinder gehen über einen Spielplatz auf der portugiesischen Insel Faial, auf dem Schutt und Müll liegt. Hurrikan Lorenzo hat den Archipel der Azoren mit heftigen Regenfällen, starken Winden und hohen Wellen getroffen. - dpa

    Betroffen waren vor allem die westlichen Inseln. Auf Flores sei der Hafen der Gemeinde Lajes das Flores weitgehend zerstört worden, hiess es.

    Der Zivilschutz teilte mit, man habe allein bis Mittwochmittag 127 Einsätze geleistet, vor allem wegen Überschwemmungen, unbefahrbarer Strassen und Schäden an Häusern. 139 Menschen seien in Sicherheit gebracht worden. Mehrere Gemeinden waren ohne Strom.

    Hurrikan Lorenzo
    Ein Foto, das auf einem Blog der Nasa zur Verfügung gestellt wurde, zeigt das Auge des Sturms von Hurrikan Lorenzo über dem östlichen Nordatlantik. - dpa

    Die östlichen Inseln des gut 1400 Kilometer westlich von Lissabon gelegenen Archipels, darunter die Hauptinsel São Miguel, wurden nur gestreift. «Am Ende war es nicht schlimm wie erwartet», sagte Ministerpräsident António Costa in Lissabon vor Journalisten.

    «Lorenzo» ist ungewöhnlich

    «Lorenzo» ist deshalb ungewöhnlich, weil es nur äusserst selten vorkommt, dass solche Wirbelstürme, die in der Hurrikan-Saison im Atlantik vor allem die Karibik und die USA in Mitleidenschaft ziehen, so weit nach Osten gelangen. Bis Samstagabend war «Lorenzo» noch der höchsten Kategorie fünf zugeordnet worden. Am Mittwoch wurde der Sturm auf Kategorie 2 herabgestuft.

    Der Sturm zieht nun Richtung Irland. Auf dem Weg dorthin wird er sich nach Einschätzung von Experten weiter abschwächen. Zwischen Donnerstag und Freitag werden in Irland und in westlichen Teilen Grossbritanniens trotzdem kräftiger Wind und starker Regen erwartet.

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