Unfall mit sieben Toten: Debatte über Social-Media-Videos
Nach dem schweren Verkehrsunfall mit sieben Toten nahe dem englischen Middlesbrough ist in Grossbritannien eine Debatte über Videos von gefährlichen Fahrmanövern in sozialen Medien entbrannt.

Nach Angaben von Luke Pollard, Staatsminister im Bereich Verteidigung, forderte die Regierung Social-Media-Unternehmen dazu auf, entsprechende Videos auf Plattformen wie TikTok zu entfernen.
Der folgenschwere Unfall hatte in Grossbritannien grosse Trauer verursacht, unter den Todesopfern sind zwei Jugendliche und zwei Polizisten. Bei dem Unfall am frühen Samstagmorgen war der Mittelklassewagen den Ermittlungen zufolge in falscher Richtung auf die Fernstrasse A66 aufgefahren und mit einem Polizeiauto zusammengekracht. Zuvor war das Auto von anderen Beamten verfolgt worden.
Wenige Stunden nach dem Vorfall berichteten Medien über auf TikTok kursierende Videos von gefährlichen Fahrmanövern, an denen einer der Verunfallten beteiligt gewesen sein soll. Der BBC zufolge wurden die Videos inzwischen gelöscht.
Laut Medienberichten werden besonders auf TikTok derzeit Videos verbreitet, in denen Menschen zu sehen sind, die unter anderem bewusst entgegen der Fahrtrichtung fahren, um mit Videos von den Manövern Klicks zu generieren. Dass ein solcher Trend bei dem Unfall nahe Middlesbrough eine Rolle spielte, wurde von der Polizei bisher nicht offiziell bestätigt.
Police and Crime Commissioner Matt Storey rief dazu auf, Spekulationen zum jetzigen Zeitpunkt zu vermeiden. Sich an solchen Trends zu beteiligten, sei jedoch «absolut idiotisch», sagte er der BBC.
Es gebe Inhalte in sozialen Medien, «die diese Art von entsetzlichem Fahrverhalten verherrlichen», sagte Luke Pollard der BBC. Social-Media-Unternehmen müssten solche Inhalte sofort entfernen und nicht diejenigen ermutigen, «die auf unseren Strassen dumme Dinge tun», forderte er.
Auch die britische Medienaufsichtsbehörde Ofcom erklärte der Nachrichtenagentur PA zufolge, dass Plattformen wie TikTok gemäss dem britischen Online Safety Act in der Pflicht stünden, Kinder von gefährlichem Material so gut wie möglich fernzuhalten.










