Umfrage: Mehrheit will pragmatischen Klimaschutz

    DPA
    DPA

    Deutschland,

    Viele sind zu persönlichen Einschränkungen bereit, um das Klima zu retten. Aber diese Bereitschaft hat auch Grenzen.

    Autos
    Solche Überladungsfälle sind selten, aber nicht neu in Europa. - dpa

    Das Wichtigste in Kürze

    • Um Umwelt und Natur zu erhalten, sind einer Umfrage zufolge fast drei Viertel der Bürger in Deutschland zu gewissen Einschränkungen von Konsum- und Lebensgewohnheiten bereit.

    In einer repräsentativen Online-Erhebung für die Hamburger BAT-Stiftung für Zukunftsfragen erklärten 27 Prozent der Befragten, sie wollten Freiheit und Unabhängigkeit behalten und das Leben geniessen, auch wenn dadurch die Umwelt nachhaltig beeinträchtigt werde. 73 Prozent gaben dagegen an, sie würden Einschränkungen zugunsten des Umweltschutzes hinnehmen.

    Das sind zwei Prozentpunkte mehr als bei einer ähnlichen Umfrage 2018. Eine deutliche Mehrheit von 57 Prozent findet Klima-Initiativen wie Fridays for Future gut.

    Im Alltag haben viele Bürger ihre Lebensgewohnheiten bereits geändert. Knapp zwei Drittel der Befragten trennen ihren Müll, verzichten auf Plastiktüten und benutzen Energiesparlampen. Nur 6 oder 7 Prozent tun das nicht. Auf mehr Ablehnung stiess der Vorschlag, weniger mit dem Flugzeug zu fliegen. 51 Prozent bekundeten, sie machten das bereits, weitere 31 Prozent wären dazu bereit, doch 19 Prozent lehnten das ab.

    Beim Verzicht auf das Auto waren die Antworten noch eindeutiger: 23 Prozent sagten, sie übten bereits Verzicht. 20 Prozent können sich das vorstellen, aber 57 Prozent antworteten, sie würden nicht auf ein Auto verzichten wollen. Von allen 24 vorgeschlagenen Massnahmen stiess die Einführung einer Klimasteuer auf die grösste Ablehnung: 68 Prozent sagten Nein, 30 Prozent würden sie akzeptieren.

    «Die meisten Bundesbürger sind bereit mitzuhelfen, den Klimawandel zu stoppen, jedoch sollen die persönlichen Einschränkungen dabei möglichst gering sein», fasste der wissenschaftlicher Leiter der BAT-Stiftung, Professor Ulrich Reinhardt, die Ergebnisse zusammen. Sein Rat: Die Politik sollte den Wandel zu einem grünen Alltag für die breite Bevölkerung so leicht wie möglich gestalten.

    Kommentare

    Weiterlesen

    AfD
    398 Interaktionen
    Mike Müller & Co.
    bade
    48 Interaktionen
    Wird wärmer

    MEHR IN NEWS

    Osnabrück/Berlin
    Harvey Weinstein
    2 Interaktionen
    Berichte
    hiv fidschi
    3 Interaktionen
    Notstand ausgerufen
    swisscom
    22 Interaktionen
    Nach 38 Jahren

    MEHR AUS DEUTSCHLAND

    Elyas M'Barek
    3 Interaktionen
    «Fack ju Göhte»-Star
    Jürgen Klopp
    1 Interaktionen
    Debüt am Donnerstag
    «Höhle der Löwen»
    2 Interaktionen
    Artem Oral Care
    Bill Kaulitz
    3 Interaktionen
    «HeidiFest»