Ukraine Krieg

    Ukraine-Krieg: Wurde Putins wichtigster Armeeführer verwundet?

    Simon Binz
    Simon Binz

    Ukraine,

    Bei einem Angriff von ukrainischen Truppen im Ukraine-Krieg soll auch Putins wichtigster Armeeführer Waleri Gerassimow verwundet worden. Oder etwa doch nicht?

    Ukraine-Krieg
    Kreml-Chef Wladimir Putin (rechts) und sein wichtigster Armeeführer Waleri Gerassimow (66). - Keystone

    Das Wichtigste in Kürze

    • Bei einem Angriff auf die russische Militärführung in der Ukraine gab es mehrere Tote.
    • Verschiedene Medien berichten, dass dabei auch der wichtigste Armeeführer verletzt wurde.
    • Es gibt jedoch unterschiedliche Angaben und eine offizielle Bestätigung bleibt noch aus.

    Waleri Gerassimow (66) gilt als Russlands wichtigster Armeeführer und gehört wohl zu den «Architekten» vom Ukraine-Krieg. Jetzt wird bekannt: Der Chef des russischen Generalstabs befand sich zuletzt persönlich in der Ostukraine. Dort sollte er den Vormarsch der Putin-Truppen im Donbass beaufsichtigen und leiten.

    Wie verschiedene Medien berichten, hatte die ukrainische Armee am Samstag vom Aufenthalt von Gerassimow erfahren. Am Abend führten sie deshalb einen gezielten Angriff auf das Quartier der russischen Militär-Führung in der Stadt Isjum durch. Nach Angaben aus Kiew wurden dabei mehrere Menschen getötet. Darunter seien auch ranghohe Offiziere, berichtete ein Berater des ukrainischen Innenministers am Sonntag bei «Telegram»

    Glauben Sie, dass der Ukraine-Krieg bald zu Ende sein wird?

    Gerassimow befand sich zwar laut ukrainischen Medien nicht unter den Opfern, soll aber bei den Angriff verwundet worden sein. Das berichtet auch die britische «Daily Mail» – und beruft sich dabei auf russische Quellen. Demnach verletzte ein Splitter den zweitobersten Befehlshaber Russlands am rechten Bein.

    Der Splitter soll bereits entfernt worden sein und Gerassimow soll sich auch keine Knochenbrüche zugezogen haben. Allerdings soll die Verletzung den Armee-Chef gezwungen haben, die Frontlinie im Ukraine-Krieg zu verlassen. Es sind weitere Behandlungen in Russland vorgesehen. Die «Daily Mail» nennt den Vorfall die nächsten «peinliche» Niederlage Russlands.

    Rund 200 Soldaten bei Angriff im Ukraine-Krieg getötet

    Aus Russland gab es bisher keine Bestätigung für den Angriff - auch nicht für den Aufenthalt Gerassimows in der Gegend. Unabhängig prüfen liessen sich die Berichte bislang ebenfalls nicht. Eine offizielle Stellungnahme von russischer oder ukrainischer Seite zu Gerassimow steht noch aus.

    Ob sich der russische Armeechef tatsächlich während der Attacke verletzt hat, wird zudem von US-Medien in Frage gestellt. Die «NY Times» berichtet nämlich, dass Gerassimow noch vor der Raketenattacke am Samstagabend den Osten der Ukraine verlassen habe. Die Zeitung beruft sich dabei auf Quellen von ukrainischen und US-Offiziellen.

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    Russlands Waleri Gerassimow (66) gilt als einer der «Architekten» des Ukraine-Kriegs. - Keystone

    In dem Bericht heisst es auch, dass bei dem Angriff rund 200 russische Soldaten getötet wurden. Einer der ranghohen Offiziere, der sein Leben verloren hat, könnte demnach Andrey Simonov sein. Er war zuständig für die Truppen in der Stadt in der Region Charkiw.

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