Ukraine-Krieg: Separatistenführer widerspricht Russland

Keystone-SDA
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Ukraine,

Eine der «Begründungen» für den Ukraine-Krieg ist, dass die Ukraine einen Angriff auf Russland vorbereitet hätte. Nun widerspricht ein Separatistenchef.

Ukraine-Krieg
Ein ukrainischer Soldat bewacht ein durch russische Artillerie zerstörtes Wohngebäude im Ukraine-Krieg. (Symbolbild) - Keystone

Das Wichtigste in Kürze

  • Ein prominenter pro-russischer Separatistenführer widerspricht Moskau offen.
  • Alexander Chodakowski dementiert, dass die Ukraine einen Angriff geplant habe.
  • «Die Ukraine hat sich auf einen Abwehrkrieg vorbereitet», schreibt er auf Telegram.

Einer der russischen Rechtfertigungsversuche für den Angriffskrieg gegen die Ukraine lautet: Die Ukraine hätte im Geheimen einen Angriff auf russisches Territorium geplant und vorbereitet. So soll der Ukraine-Krieg legitimiert werden.

Bereitet Ihnen der Ukraine-Krieg Sorgen?

Gegen diese von Moskau wiederholt propagierte Behauptung gibt es nun Widerspruch aus den eigenen Reihen: Der bekannte Kommandeur der prorussischen Separatisten in Donezk, Alexander Chodakowski, stellt sich offen gegen die These.

Alexander Chodakowski Ukraine-Krieg
Alexander Chodakowski im Jahr 2016 (Archivbild). - sda - Keystone/dpa/Friedemann Kohler

Er habe bisher keine Belege dafür gefunden, dass die Ukraine einen Angriff auf Russland geplant habe. «Die Ukraine hat sich auf einen Abwehrkrieg vorbereitet», schrieb Chodakowski am Donnerstag auf seinem Telegram-Kanal.

Seine Truppen hätten bei der Eroberung ukrainischer Stellungen zahlreiche Dokumente erbeutet. Darunter seien aber keine taktischen Dokumente gewesen, die in irgendeiner Form einen Angriff vorgesehen hätten.

Russische Rechtfertigung für Ukraine-Krieg

Vor seiner Unterstützung der Donezker Separatisten war Chodakowski bis 2014 Chef der örtlichen Antiterroreinheit des ukrainischen Geheimdienstes SBU. Dabei war er auch an der versuchten Niederschlagung der Proteste im Winter 2013/2014 in Kiew beteiligt.

Die von ihm gegründete Brigade Wostok hat bei der Eroberung der südostukrainischen Hafenstadt Mariupol mitgekämpft. Aktuell greift Wostok die ukrainisch kontrollierte Stadt Wuhledar rund 40 Kilometer südwestlich von Donezk an.

Russland hat am 24. Februar einen Angriffskrieg gegen die Ukraine begonnen. Der Kreml begründete die Invasion mit Angriffsplänen von Kiew. Diese hätten sich gegen die 2014 annektierte Halbinsel Krim sowie die abtrünnigen Gebiete Donezk und Luhansk gerichtet.

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