Ukraine-Krieg: Russische Oppositionspolitiker planen Exilregierung

    Matthias Neuhaus
    Matthias Neuhaus

    Russland,

    Russische Oppositionspolitiker haben sich während des Ukraine-Krieges in Polen getroffen, um über das Errichten einer Exilregierung zu diskutieren.

    Ukraine Krieg
    Russlands Präsident Wladimir Putin mobilisiert derzeit weiter für den Ukraine-Krieg. - keystone

    Das Wichtigste in Kürze

    • Ehemalige russische Abgeordnete planen eine Regierung im Exil.
    • Dafür haben sich Oppositionspolitiker an einem Kongress in Polen getroffen.
    • Das Vorhaben ist innerhalb der Bewegung nicht unumstritten – und deshalb kompliziert.

    Rund 40 russische Politiker haben vor, während des Ukraine-Krieges ein Parlament im Exil zu gründen. Um dieses Vorhaben zu planen, haben sie sich am Wochenende in der Nähe der polnischen Hauptstadt Warschau getroffen. Das berichtet SRF in der «Tagesschau».

    Ukraine-Krieg: Exilregierung mit russischen Ex-Abgeordneten

    Organisiert wurde das Treffen von Ilja Ponomarjow. Er war von 2007 bis 2016 Mitglied im russischen Parlament. 2014 stimmte er als einziger Politiker gegen die Krim-Annexion. Seit mehreren Jahren lebt er deshalb in der Ukraine im Exil.

    Zusammen mit anderen ehemaligen russischen Abgeordneten stellt sich Ponomarjow während des Ukraine-Krieges gegen das aktuelle Regime. Viele der am Kongress Anwesenden waren in den 90er- und 00er-Jahren im Amt. Ihr gemeinsames Ziel: Der Sturz von Präsident Wladimir Putin.

    Gewaltsamer Widerstand gegen Putin?

    In einer Rede teilte Ilja Ponomarjow am Wochenende sein Vorhaben mit – und fand dabei deutliche Worte: «Ich bin überzeugt davon, dass der Fall der heutigen Machthaber in Russland unausweichlich ist. Die Schlüsselfiguren werden vor ein Gericht kommen.» Er wisse nicht, wann und wie das geschehen wird. «Aber ich weiss, dass wir uns hier versammelt haben, um dies zu klären.»

    Alexey Nawalny
    Oppositionspolitiker Alexey Nawalny (Mitte) ist mittlerweile inhaftiert. - keystone

    Ponomarjow ist innerhalb der Oppositionsbewegung nicht unumstritten. Im August hatte er zum gewaltsamen Widerstand gegen Wladimir Putin aufgerufen. Einige Gleichgesinnte wandten sich in der Folge von ihm ab. So verzichteten beispielsweise Anhänger des inhaftierten Oppositionspolitikers Alexey Nawalny auf eine Teilnahme am Kongress.

    Bereitet Ihnen der Ukraine-Krieg Sorgen?

    Von Gewalt distanzierten sich die Anwesenden in Warschau. Gennadi Gudkow, ehemaliger Duma-Abgeordneter, sagt: «Wir rufen nicht zu Gewalt auf. Aber wir wollen den Menschen in Russland das Recht auf Widerstand gegen Putin zusprechen.»

    Wladimir Putin Ukraine Krieg
    Russlands Präsident Wladimir Putin setzt den Ukraine-Krieg weiter fort. - keystone

    Ein bewaffneter Widerstand sei nicht zwingend notwendig. Aber: «Es ist uns bewusst, dass es nicht zu einem Machtwechsel auf verfassungskonformen Wegen kommen kann», so Gudkow.

    Klar ist: Das Vorhaben der russischen Oppositionsbewegung wird konkreter. Allerdings scheint es, dass innerhalb dieser Kreise noch nicht alle am selben Strang ziehen.

    Weiterlesen

    nawalny polarregion
    21 Interaktionen
    Von russischer Justiz
    Ukraine Krieg
    524 Interaktionen
    Neue Zahlen

    MEHR IN NEWS

    Man muss die Eltern kritisieren, nicht die Kinder!
    315 Interaktionen
    Schweigepfad-Lärm
    Maienfeld GR
    Maienfeld GR
    Schnee
    6 Interaktionen
    Erster Schnee

    MEHR UKRAINE KRIEG

    russland ukraine
    11 Interaktionen
    Wegen Oligarchen
    Robert Fico slowakischer Ministerpräsident
    74 Interaktionen
    Bratislava
    Trump
    84 Interaktionen
    Ukraine-Krieg
    Russland Aussenminister Sergej Lawrow
    68 Interaktionen
    Ukraine-Krieg

    MEHR AUS RUSSLAND

    Pest
    Laut Russen-Behörden
    tRUMP
    Laborantin (†28)
    8 Interaktionen
    Moskau
    2 Interaktionen
    Moskau