Der Nachschubweg nach Lyssytschansk ist weiterhin unter ukrainischer Kontrolle. Die Stadt steht im Ukraine-Krieg unter heftigem Beschuss durch die Russen.
Strasse bei Lyssytschansk
Strasse bei Lyssytschansk - AFP
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Das Wichtigste in Kürze

  • Die Ukraine soll Angriffe auf die Nachschubroute nach Lyssytschansk abgewehrt haben.
  • Die ostukrainische Grossstadt steht weiterhin unter heftigem russischen Beschuss.
  • Nach dem Rückzug der Ukrainer aus Sjewjerodonezk wurde sie zum Hauptziel der Russen.

Die ukrainischen Streitkräfte haben nach eigenen Angaben Angriffe auf eine wichtige Nachschubroute für die Grossstadt Lyssytschansk abgewehrt. «In Richtung Bachmut haben die ukrainischen Kämpfer den Angriff feindlicher Infanterie zwischen den Ortschaften Wolodymyriwka und Pokrowske gestoppt».

Dies teilte der ukrainische Generalstab am Samstag mit. Von Bachmut aus führt eine wichtige Versorgungsstrasse an den genannten Ortschaften vorbei nach Lyssytschansk.

Ukraine-Krieg: Rückzug aus Sjewjerodonezk

Kurz zuvor haben sich die Ukrainer aus dem benachbarten Sjewjerodonezk zurückgezogen. Lyssytschansk ist dadurch selbst zum nächsten strategischen Angriffsziel der Russen geworden ist. Die Stadt steht im Ukraine-Krieg weiter schwer unter Beschuss.

Sjewjerodonezk Azot Chemiewerk Ukraine-Krieg
Bei einem Beschuss der Chemiefabrik Azot im Ukraine-Krieg wurden nach ukrainischen Angaben vier Menschen getötet. - dpa

Sowohl Artillerie als auch die russische Luftwaffe hätten Lyssytschansk unter Feuer genommen. Zudem hätten russische Truppen «versucht, die Stadt von Süden her zu blockieren», berichtete der Generalstab. Das russische Militär hatte zuvor mitgeteilt, dass Lyssytschansk von Süden aus blockiert worden sei.

Angriffe hat es demnach auch auf den Ballungsraum Slowjansk – Kramatorsk – Kostjantyniwka gegeben. Sowohl von Norden als auch von Süden her seien die russischen Sturmversuche aber zurückgeschlagen worden, heisst es im Lagebericht.

Ukrainer starten Gegenoffensive

Im Süden des Landes hätten die Russen erfolglos versucht, verloren gegangene Positionen im Gebiet Cherson mit einem Gegenangriff zurückzuerobern. Die Schwarzmeerregion wurde bereits in den ersten Kriegstagen von Russland besetzt. Jedoch haben die Ukrainer dort zuletzt eine begrenzte Offensive gestartet und einige Ortschaften zurückerobert. Von strategischer Bedeutung sind diese Gebietsgewinne bislang allerdings nicht.

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