In Lwiw sollen gemäss dem Bürgermeister mehrere Luftangriffe stattgefunden haben. Die Stadt liegt rund 80 Kilometer von der polnischen Grenze entfernt.
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Die Stadt Lwiw in der Westukraine ist seit Beginn des Ukraine-Krieges ein Ziel vieler Flüchtlinge aus dem Osten des Landes. - Keystone

Das Wichtigste in Kürze

  • Der Bürgermeister von Lwiw hat am Samstag Luftangriffe gemeldet.
  • Details waren zunächst keine bekannt.

Kurz vor einer Rede von US-Präsident Joe Biden in Warschau ist die westukrainische Metropole Lwiw (Lemberg) am Samstag von russischen Raketen getroffen worden. Die regionale Militärverwaltung berichtete von drei heftigen Explosionen am östlichen Stadtrand.

Am Himmel war eine dicke schwarze Rauchwolke zu sehen. Ein Treibstofflager sei getroffen worden, teilte Bürgermeister Andrij Sadowyj mit. Er sprach von fünf Opfern, ohne weitere Details zu nennen. Zivile Infrastruktur sei nicht getroffen worden.

Menschen sollen in Schutzräumen bleiben

Der Luftalarm sei noch nicht vorbei, schrieb Sadowyj auf Telegram. Er rief die Menschen auf, weiter in Schutzräumen zu bleiben. Von dem Angriff sollten keine Fotos oder Videos verbreitet werden.

Die Stadt rund 80 Kilometer vor der Grenze zum Nato-Land Polen hat bislang nur wenige Angriffe erlebt. Sie ist aber voller Flüchtlinge aus anderen Teilen der Ukraine. US-Präsident Joe Biden hatte am Freitag die polnische Seite der Grenze besucht.

Lwiw ist Zufluchtsort und Durchgangsstation für hunderttausende Flüchtlinge aus dem Rest der Ukraine, auch viele westliche Diplomaten gingen wegen des russischen Angriffskrieges auf die Ukraine von der Hauptstadt Kiew nach Lwiw.

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