Überreste von Grenzanlagen am Checkpoint Charlie entdeckt
Bei Grabungen am ehemaligen Checkpoint Charlie in Berlin sind Reste der DDR-Grenzübergangsstelle entdeckt worden.

Freigelegt wurden unter anderem Teile von Begrenzungsmauern, Asphaltflächen und das Fundament einer Führungsstelle der DDR-Grenztruppen aus den Jahren 1985 bis 1989, wie die Stiftung Berliner Mauer mitteilte. Auch Teile einer Fahrzeugsperre, die nach der Panzerkonfrontation im Oktober 1961 errichtet worden war, kamen zum Vorschein.
Die Funde seien angesichts der starken Veränderungen des Ortes nach 1990 «bedeutsame historische Zeugnisse des ehemaligen Grenzübergangs mit der DDR-Grenzübergangsstelle und dem alliierten Kontrollpunkt Checkpoint Charlie», teilte die Leiterin der Abteilung Forschung und Dokumentation des Checkpoint Charlie in der Stiftung Berliner Mauer, Susanne Muhle, mit.
Die Grabungen fanden in den vergangenen Monaten auf einem Grundstück an der Ecke Friedrichstrasse/Zimmerstrasse statt. Anlass waren Planungen für einen neuen Bildungs- und Erinnerungsort am früheren Grenzübergang. «Man wollte einfach noch mal gucken, ob und was sich im Boden befindet», sagte Stiftungssprecherin Hannah Berger.
Wie die Funde künftig erhalten und für Besucher zugänglich gemacht werden können, sei noch offen. Zunächst sollen die freigelegten Bereiche nach einer weiteren Besichtigung am Sonntag wieder zugeschüttet werden. Dies sei ein übliches Verfahren, um die Überreste besser konservieren zu können, hiess es.
Der Checkpoint Charlie war der bekannteste Grenzübergang zwischen Ost- und West-Berlin während der deutschen Teilung. Er zählt zu den international bekanntesten historischen Orten des Kalten Kriegs und gilt als Berliner Touristenhotspot. Immer wieder gibt es Kritik an seiner derzeitigen Gestaltung mit nachgebautem Grenzhäuschen und Souvenirständen und seiner Einbettung in den dichten Verkehr der Friedrichstrasse.










