Zwei türkische Kampfbomber haben am Mittwoch nach Angaben des griechischen Generalstabes die bewohnte griechische Insel Agathonisi überflogen.
Eine griechische Fahne im Wind.
Griechenland wird erneut kontrolliert. An der Kontrolle nehmen Experten der EZB, des ESM und des IWF teil (Symbolbild). - Keystone

Die Jets seien abgefangen worden, hiess es. Insgesamt hätten türkische Jets seit Jahresbeginn 163 Mal griechisches Territorium überflogen und 5774 Mal den griechischen Luftraum über der Ägäis verletzt. Der Überflug des Territoriums oder das Eindringen in den Luftraum eines Landes gilt als schwere Verletzung der Souveränität. Die EU hat solche Aktionen der Türkei wiederholt verurteilt.

Die Beziehungen der wichtigsten Nato-Mitglieder im Südosten Europas verschlimmern sich zunehmend.

Vergangene Woche hatte der türkische Präsident Recep Tayyip Erdogan Athen offen mit einer militärischen Aktion gedroht, indem er sagte: «Wir können plötzlich eines Nachts kommen.»

Ankara wirft Athen vor, griechische Inseln in der Ostägäis unrechtmässig militarisiert zu haben - und stellt deshalb die Souveränität Griechenlands über diese Inseln infrage. Athen begründet die Militarisierung mit den zahlreichen Landungsbooten, die an der türkischen Westküste gegenüber griechischen Inseln wie Chios, Lesbos und Rhodos stationiert sind, und beruft sich auf sein Recht zur Selbstverteidigung.

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