Traurige Gewissheit: Toter Buckelwal vor Dänemark ist «Timmy»

Redaktion
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Dänemark,

Anfang Mai wurde der gestrandete Buckelwal «Timmy» gerettet und freigelassen. Nun ist klar: Der Wal lebt nicht mehr und liegt tot vor der Küste Dänemarks.

Wal
Buckelwal «Timmy» ist tot. - keystone

Das Wichtigste in Kürze

  • Am Freitag wurde vor Anholt ein verstorbener Wal entdeckt.
  • Die Behörden äusserten bereits Bedenken, dass es sich dabei um Wal Timmy handeln könnte.
  • Die Zweifel haben sich inzwischen bestätigt, Timmy ist tot.

Traurige Gewissheit: Bei dem toten Wal, der rund 75 Meter vor der dänischen Küste Anholts treibt, handelt es sich um Buckelwal Timmy.

Wie die dänische Nachrichtenagentur Ritzau berichtet, hat die Behörde das Tier identifiziert.

«Es kann nun bestätigt werden, dass es sich bei dem gestrandeten Buckelwal bei Anholt um denselben Wal handelt, der zuvor in Deutschland gestrandet war und gerettet werden sollte», wird Jane Hansen, Abteilungsleiterin der Behörde, zitiert.

Auch Mecklenburg-Vorpommerns Umweltminister Till Backhaus hat den Tod von Timmy inzwischen bestätigt. Ausschlaggebend war heute auch der Fund eines Trackers am Wal. Zuvor hatten dänische Behörden gesagt, dass das Tier nicht mit einem GPS-Sender ausgestattet sei.

Gewebeprobe wurde nach Deutschland geschickt

Am Freitag war der verstorbene Meeressäuger entdeckt worden. Morten Abildstrøm von der dänischen Behörde Naturstyrelsen hatte bereits am Freitagmittag Bedenken geäussert, dass es sich um Timmy handeln könnte.

Timmy
Bei dem toten Meeressäuger vor der dänischen Insel Anholt handelt es sich um Buckelwal Timmy. - keystone

Abildstrøm hatte den gestrandeten Wal aus direkter Nähe inspiziert, als dem Tier eine Gewebeprobe aus der Schwanzflosse entnommen wurde. Die Probe wurde nach Deutschland geschickt und dort untersucht.

Am Freitagnachmittag gab die Behörde an, dass es keine Pläne gebe, den Wal zu bergen. Das könne sich ändern, falls der Kadaver näher an die Küste treibe, hiess es weiter.

Timmy wurde kilometerweit durch die Ostsee gezogen

Der spektakuläre Anblick vor Anholt zog am Freitag die Blicke der Bewohnerinnen und Bewohner der Insel auf sich. Bei vielen drängte sich die Frage auf: Handelt es sich bei dem toten Tier tatsächlich um Buckelwal Timmy?

War die Rettungsaktion für Timmy sinnvoll?

Der Meeressäuger war vor rund zwei Wochen in der Nordsee freigesetzt worden. Zuvor hatte man den Wal mit einem Lastkahn und einer Barge kilometerweit durch die Ostsee gezogen.

Seither fehlte von Timmy jedoch jede Spur. Bilder oder Videos von der Freilassung gibt es gemäss Angaben der Privatinitiative nicht.

Experten des Deutschen Meeresmuseums hatten sich zuletzt wenig optimistisch gezeigt. Der Wal sei höchstwahrscheinlich tot.

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Kommentare

User #2317 (nicht angemeldet)

Was ich noch ergänzen wollte: Die Fischer sollten in sich gehen und überlegen, wie sie die Meere zerstören. Schlepp-Grundnetze sind immer noch gestattet. Sie machen aus dem Meer eine Wüste der Zerstörung.

User #1108 (nicht angemeldet)

So viel Armut auf der Welt Kinder die hungern und ein Wal der schon ein paar mal gestandet ist und seine Tage längst gezählt waren dem wurde bis zur letzte Minute geholfen, finde ich zwar schön aber der meinsch hilft sich eben nicht bis zur letzte Minute.

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