In Paris wurde am Freitag eine 85-jährige Jüdin tot aufgefunden. Indizien weisen auf vorsätzliche Tötung hin. Nun wurden zwei Tatverdächtige gefasst.
Mireille Knoll
Mireille Knoll: Die Leiche der 85-jährigen Frau jüdischen Glaubens war im März 2018 teils verkohlt und mit mehreren Stichwunden aufgefunden worden. - Twitter / @LaurentDelahous
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Das Wichtigste in Kürze

  • Letzten Freitag wurde eine Holocaust-Überlebend ein Paris leblos aufgefunden.
  • Das Opfer wies Stichverletzungen auf.
  • Nun wurden zwei Verdächtige in Untersuchungshaft genommen.

Nach dem gewaltsamen Tod einer 85-jährigen Holocaust-Überlebenden in Paris hat die französische Justiz zwei Verdächtige in Untersuchungshaft genommen. Ihnen werde vorsätzliche Tötung aufgrund der tatsächlichen oder vermeintlichen Zugehörigkeit des Opfers zu einer Religion vorgeworfen, bestätigten Justizkreise der Deutschen Presse-Agentur am Dienstag. Das Opfer Mireille Knoll war den Angaben zufolge Jüdin.

Frankreichs Staatspräsident Emmanuel Macron und Innenminister Gérard Collomb reagierten empört auf den Fall, der über die Grenzen Frankreichs hinweg Aufsehen erregte. «Ich bestätige meine uneingeschränkte Entschlossenheit, gegen den Antisemitismus zu kämpfen», teilte Macron via Twitter mit.

Die 85-Jährige war laut einer Mitteilung des jüdischen Dachverbands Crif am Freitag tot in ihrer verbrannten Wohnung in Paris aufgefunden worden (Nau berichtete). Laut einem Bericht der Zeitung «Le Parisien» waren an der Leiche des Opfers Spuren von Messerstichen gefunden worden. Den Verdächtigen wird auch schwerer Raub und Sachbeschädigung vorgeworfen, wie es aus Justizkreisen hiess. Der Dachverband Crif rief zu einem Protestmarsch am Mittwoch auf.

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