Tonnenweise geschmuggelter Tabak im Hafen von Genua beschlagnahmt
Im Hafen von Genua und in weiteren europäischen Häfen sind 32 Tonnen ausländischer Tabakwaren beschlagnahmt worden.

Eine kriminelle Organisation wollte den Tabak am italienischen Zoll vorbei schmuggeln und hatte die für die Einfuhr erforderliche Abgabe von 8 Millionen Euro (7,32 Millionen Franken) nicht bezahlt. An der Aufdeckung war auch die Schweiz beteiligt.
Die italienische Nachrichtenagentur Ansa berichtete am Dienstag, dass eine kriminelle Organisation verschiedene Schifffahrtsrouten genutzt habe, um Zollkontrollen so zu umgehen. Dabei wurde die für die Einfuhr der Tabakwaren erforderliche Abgabegebühr von über acht Millionen Euro nicht bezahlt.
Nicht nur in Genua, auch in anderen norditalienischen Städten und im Ausland sei es im Zuge der Operation «Borotalco» zu fünf Festnahmen und zahlreichen Durchsuchungen gekommen. Dafür arbeiteten Polizeikräfte verschiedener Länder zusammen – auch eine Schweizer Behörde war an der Operation beteiligt.
Auf Anfrage der Nachrichtenagentur Keystone-SDA bestätigte das Bundesamt für Zoll und Grenzsicherheit (BAZG) am Dienstag, an verschiedenen Orten im Wallis und im Tessin «Interventionen» durchgeführt zu haben. Diese habe das BAZG auf ein Gesuch der europäischen Staatsanwaltschaft (EPPO) vollzogen.
Laut Ansa hatten die Ermittlungsbehörden eine transnationale Organisation aufgedeckt. Diese sei von Personen geleitet worden, die der kurdischen Mafia oder den «Hackney Bombers» angehören. Der Tabak war gemäss Ermittlungen in Fabriken in Armenien, Dubai und Spanien gekauft worden. Um Beschlagnahmungen zu umgehen, sollen Kryptowährungen verwendet worden sein.
Die beschlagnahmten Vermögenswerte belaufen sich demnach auf rund 2,5 Millionen Euro und entspreche den hinterzogenen Steuern und dem Gewinn aus der Straftat. Die Anklagepunkte lauten gemäss Ansa auf kriminelle Vereinigung zum Zwecke des internationalen Schmuggels von ausländischem Tabak, auf Einfuhr grosser Mengen ausländischen Tabaks und auf Urkundenfälschung.










