Tom Neuwirth arbeitet an Show im Friedrichstadt-Palast mit

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    Deutschland,

    Als Conchita Wurst gewann er den Eurovision Song Contest. Seitdem hat der Österreicher Tom Neuwirth viel ausprobiert. Jetzt ist er unter die Songwriter gegangen.

    Tom Neuwirth alias Conchita Wurst in den Rängen des Friedrichstadt-Palasts in Berlin. Foto: Fabian Sommer/dpa
    Tom Neuwirth alias Conchita Wurst in den Rängen des Friedrichstadt-Palasts in Berlin. Foto: Fabian Sommer/dpa - dpa-infocom GmbH

    Das Wichtigste in Kürze

    • In Kürze geht es weiter auf der Bühne des Berliner Friedrichstadt-Palasts.

    Das Revuetheater ist für seine glitzernden Shows bekannt.

    An der neuen Produktion arbeitet auch der österreichische Künstler Tom Neuwirth (32) mit - bekannt als Dragqueen Conchita Wurst. Mit dem Lied «Rise Like A Phoenix» gewann er vor sieben Jahren den Eurovision Song Contest.

    Nun hat Neuwirth nach eigenen Angaben erstmals selbst an Liedern mitgeschrieben. Zwei Songs sind für die neue Show an dem Berliner Theater entstanden. Seit einer früheren Show, bei der Designer Jean Paul Gaultier die Kostüme entworfen habe, habe er einige Male Kontakt mit dem Theater gehabt. «Ich bin regelmässiger Gast.»

    Daraufhin sei er dann gefragt worden, ob er nicht Songs schreiben wolle. «Und meine erste Reaktion war so: "Jaaa. Aber ich kann das halt nicht"», sagte Neuwirth der Deutschen Presse-Agentur während einer Probenpause. Sein Produzent habe dann gesagt: «Na sicher, das machen wir schon.»

    Jetzt habe er die ersten Proben gesehen und bisher kenne er das nicht, dass er etwas schreibe, und jemand anderes singe es. «Aber es ist ein ganz tolles Gefühl», sagte Neuwirth. In Deutschland gehört der Friedrichstadt-Palast zu den bekanntesten Revuetheatern. Immer wieder setzt sich das Team auch mit bunten Farben für Toleranz ein.

    Gerade ist bei der Fussball-Europameisterschaft viel über sexuelle Vielfalt und den Einsatz von Regenbogenfahnen als Symbol der Toleranz diskutiert worden. Wegen der mutmasslichen Diskriminierung von nicht-heterosexuellen Menschen leitete die EU-Kommission gerade rechtliche Schritte gegen Ungarn und Polen ein. Und wie beobachtet Neuwirth diese Diskussionen?

    Auf der einen Seite finde die queere Community im Mainstream mehr statt denn je, sagte er. Wegen dieser Sichtbarkeit seien aber auch Menschen, die Probleme hätten, das zu verstehen, mehr damit konfrontiert. Aber so sei es eben. «Wir gehen auch nicht weg.» Es komme darauf an, dass man sich auf Augenhöhe begegne. «Wir alle versuchen, einen gemeinsamen Nenner zu finden.»

    Die beiden Lieder, zu denen er den Text geschrieben hat, sind Teil der neuen Revueshow «Arise». Erste Aufführungen sind im August geplant, die offizielle Weltpremiere findet am 22. September statt.

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