Lawine

    Tödliche Lawine erschüttert Tirol

    Sandra Neumann
    Sandra Neumann

    Österreich,

    Eine gewaltige Lawine hat in Tirol mehrere Wintersportler erfasst und dramatische Rettungseinsätze unter schwierigsten Bedingungen ausgelöst.

    Lawine
    Mehrere Lawinen in Österreich, Norditalien und der Schweiz haben Menschen das Leben gekostet. (Symbolbild) - keystone

    Mehrere Wintersportler wurden in Tirol von Schneemassen erfasst, nachdem sich innerhalb weniger Stunden zahlreiche gefährliche Abgänge ereigneten. Besonders betroffen war St. Anton, wo eine Gruppe von einer Lawine verschüttet wurde und zwei Menschen trotz schneller Hilfe starben.

    Auch in Nauders kam ein deutscher Skifahrer ums Leben, während sein Sohn verletzt geborgen werden konnte. Insgesamt registrierten Einsatzkräfte Dutzende Lawinenmeldungen, weshalb Hubschrauber und Bergrettungen gleichzeitig an verschiedenen Orten ausrückten.

    Laut «ORF Tirol» bewältigten die Teams insgesamt 32 Einsätze, was die extreme Situation eindrucksvoll verdeutlicht. Experten erklärten, dass frischer Triebschnee und Wind die Schneedecke zusätzlich destabilisierten und spontane Abgänge begünstigten.

    Lawine am Arlberg weithin sichtbar

    Am Arlberg beobachteten zahlreiche Menschen, wie sich eine gewaltige Schneewand löste und als Lawine ins Tal raste. Die Staubwolke war vom Dorf sowie vom Skigebiet aus deutlich zu sehen und sorgte für grosse Verunsicherung.

    Würdest du trotz Lawinenwarnung abseits gesicherter Pisten fahren?

    Hubschrauber kreisten stundenlang über dem Gebiet, während Rettungskräfte nach möglichen Verschütteten suchten und die Lage erkundeten. Augenzeugen berichteten laut «MeinBezirk» von einem ungewöhnlich lauten Grollen, das noch in weiter Entfernung hörbar gewesen sei.

    Polizei und Bergrettung standen im Dauereinsatz, da unklar blieb, ob sich weitere Personen im Gefahrenbereich befanden. Die schwierigen Bedingungen erschwerten die Suche erheblich und machten ein vorsichtiges Vorgehen notwendig.

    Weitere Lawinen fordern Todesopfer

    Auch aus anderen Regionen Tirols wurden tödliche Abgänge gemeldet, wodurch sich das dramatische Gesamtbild weiter verschärfte. Mindestens ein Wintersportler kam ums Leben, weitere Menschen wurden verletzt oder mussten geborgen werden.

    «Die Presse» berichtet, dass die Serie von Unglücken mit der aktuell sehr hohen Lawinenwarnstufe zusammenhängt. Fachleute betonen, dass besonders steile Hänge derzeit selbst ohne zusätzliche Belastung abbrechen können.

    Skifahren lawine
    Behörden warnen Wintersportler, markierte Pisten nicht zu verlassen, da bereits geringe Belastungen eine Lawine auslösen können. (Archivbild) - keystone

    Behörden riefen Wintersportler eindringlich dazu auf, gesicherte Pisten nicht zu verlassen und Warnungen strikt zu beachten. Schon kleine Zusatzbelastungen könnten ausreichen, um weitere gefährliche Schneebrettabgänge auszulösen und Menschen in Lebensgefahr zu bringen.

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