Hochwasser

THW-Helfer in Flutgebieten angeblich mit Müll beworfen

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DPA, Redaktion

Deutschland,

Die von der Flutkatastrophe schwer getroffenen Gebiete sind dringend auf Hilfe angewiesen. Doch nicht immer wird diese Hilfe mit offenen Armen empfangen.

Mitarbeiter des Technischen Hilfswerks (THW) helfen bei Aufräumarbeiten nach der Unwetterkatastrophe in einer verschlammten Strasse. Foto: Alexander Mann/THW/dpa
Mitarbeiter des Technischen Hilfswerks (THW) helfen bei Aufräumarbeiten nach der Unwetterkatastrophe in einer verschlammten Strasse. Foto: Alexander Mann/THW/dpa - dpa-infocom GmbH

Das Wichtigste in Kürze

  • Ehrenamtliche Helfer werden in den Flutgebieten beschimpft und mit Müll beworfen.
  • Hinter den Angriffen stünden Querdenker und Prepper, erklärt die THW-Vize-Präsidentin.
  • Die Polizei selbst kann solche Vorfälle bisher «in keiner Weise» bestätigen.

Ehrenamtliche des Technischen Hilfswerks (THW) sind bei ihrem Einsatz in westdeutschen Flutgebieten mitunter unfreundlich empfangen worden.

«Das geht dann soweit, dass unsere Helferinnen und Helfer beschimpft werden», sagte die Vize-Präsidentin des THW, Sabine Lackner, im RTL/ntv-«Frühstart». «Wenn sie mit Einsatzfahrzeugen unterwegs sind, werden sie mit Müll beschmissen», fügte Lackner hinzu.

Querdenker und Prepper hinter den Angriffen

Hinter den Angriffen seien vor allem Querdenker oder Menschen aus der Prepper-Szene, die sich als Betroffene der Flutkatastrophe ausgäben, sowie einige frustrierte Flutopfer.

Nach dem Unwetter in Rheinland-Pfalz
Ein Helfer des Technischen Hilfswerks (THW) informiert seine Kollegen über das weitere Vorgehen. - dpa

Teils seien die Einsatzkräfte bei ihrer Arbeit auch von Menschen gefilmt worden, die sich nicht als Pressevertreter erkenntlich gemacht hätten, sagte Lackner.

Es seien noch keine Einsätze wegen der Vorfälle abgebrochen worden, doch die Situation sei für die ehrenamtlichen Helfer psychisch belastend. «Ich bin unseren Einsatzkräften unendlich dankbar, dass sie recht unerschrocken weitermachen», so Lackner.

Die Polizei Koblenz teilte auf Twitter am Samstagmittag mit: «Derzeit können wir die Schilderungen in keiner Weise bestätigen.» Man habe diese angeblichen Vorfälle sofort überprüft, aber bisher sei ihnen kein solcher Vorfall bekannt.

«Sollte die Polizei von einem solchen Vorfall Kenntnis erhalten, werden wir sofort und mit aller Entschiedenheit dagegen vorgehen.»

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