Studie

    Studie liefert wichtige Hinweise für bevorstehende Mars-Mission

    Keystone-SDA
    Keystone-SDA

    Bern,

    Am künftigen Landeort des europäischen Mars-Rovers Rosalind Franklin gibt es neue Hinweise auf einst grosse Wassermengen. Die Erkenntnisse sind für die Suche nach Spuren von Leben auf dem Mars wichtig – und damit auch für die an der Mission beteiligten Schweizer Forschenden.

    Der Mars-Rover «Rosalind Franklin»
    Der Mars-Rover «Rosalind Franklin» - AFP/Archiv

    Eine neue Studie zeigt, dass sich Tonablagerungen in der Region Oxia Planum auf dem Mars deutlich weiter erstrecken als bisher angenommen, wie die Europäische Weltraumorganisation (ESA) am Donnerstag mitteilte. Die Mineralien gelten als wichtiger Hinweis darauf, dass dort vor rund vier Milliarden Jahren flüssiges Wasser vorhanden war.

    Die ESA-Mission Exomars soll diese Fragen vor Ort untersuchen. An der Rover-Mission ist auch die Schweiz beteiligt. Das Space Exploration Institute in Neuenburg verantwortet die Kamera «CLUPI» (Close-Up Imager). Forschende der Universität Basel gehören zum Wissenschaftsteam des Rosalind-Franklin-Rovers und bereiten dessen Arbeit unter anderem in einer nachgebildeten Marslandschaft in Witterswil SO vor. Auch das Naturhistorische Museum in Bern ist beteiligt.

    Die Exomars-Mission hat eine wechselvolle Geschichte hinter sich. Ursprünglich war eine Zusammenarbeit mit der russischen Raumfahrtagentur Roskosmos vereinbart, die den Lander und die Trägerrakete bereitstellen sollte.

    Nach mehreren Verschiebungen war der Start für 2022 vorgesehen. Infolge des russischen Angriffs auf die Ukraine beendeten die ESA-Mitgliedstaaten jedoch die Zusammenarbeit mit Roskosmos, was zu einer erneuten Verzögerung des Projekts führte.

    Inzwischen wurde die Mission neu aufgesetzt. Der Start ist nun für 2028 geplant. Als Trägerrakete soll eine Falcon Heavy des US-Unternehmens SpaceX zum Einsatz kommen. Die Landung auf dem Mars ist für 2030 vorgesehen.

    Anstelle des russischen Landers «Kazachok» wird eine neue, von Airbus gebaute europäische Landeplattform den Rover auf der Marsoberfläche absetzen.

    Kommentare

    User #2629 (nicht angemeldet)

    Hätten wir nicht grössere Probleme auf der Erde zu priorisieren? Bevor, nach buchstäblich in den Sand gesetzte Mia dann bestätigen, dass auch der Mars nie bewohnbar war und unbewohnbar bleiben wird!

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