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    Studie: Hunde können Corona-Infektion erschnüffeln

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    Deutschland,

    Spürhunde könnten dafür sorgen, dass die Ausbreitung des Coronavirus weiter verlangsamt wird. Einer Studie zufolge erschnüffeln sie positive Proben.

    Speziell ausgebildete Hunde können auch Corona-Infektionen erschnüffeln. Foto: Matthias Hiekel/dpa-Zentralbild/dpa/Symbolbild
    Speziell ausgebildete Hunde können auch Corona-Infektionen erschnüffeln. Foto: Matthias Hiekel/dpa-Zentralbild/dpa/Symbolbild - dpa-infocom GmbH

    Das Wichtigste in Kürze

    • Besonders geschulte Hunde können einer Studie zufolge Corona-Infektionen recht zuverlässig erschnüffeln - und brauchen dafür nach Angaben der Stiftung Tierärztliche Hochschule Hannover nur recht wenig Vorbereitung.

    «Die Hunde mussten lediglich eine Woche trainiert werden, um zwischen Proben von Sars-CoV-2-infizierten Patienten und nicht infizierten Kontrollen zu unterscheiden», teilte die Stiftung heute mit.

    «Die Methode könnte in öffentlichen Bereichen wie Flughäfen, bei Sportveranstaltungen, an Grenzen oder anderen Massenveranstaltungen als Ergänzung zu Laboruntersuchungen eingesetzt werden, um eine weitere Verbreitung des Virus oder Ausbrüche zu verhindern», hiess es weiter.

    Das Team um Holger Andreas Volk von der Tierärztlichen Hochschule Hannover, zu dem unter anderem Mitarbeiter der Medizinischen Hochschule Hannover und des Universitätsklinikums Hamburg-Eppendorf zählten, testete acht spezialisierte Spürhunde der einzigen Diensthundeschule der Bundeswehr in Ulmen in Rheinland-Pfalz.

    Nach dem einwöchigen Training konnten die Hunde unter 1012 Proben von Speichel oder Atemwegssekret 94 Prozent korrekt identifizieren, wie das Team im Fachblatt «BMC Infectious Diseases» berichtet. Die Proben waren per Zufallsprinzip verteilt, und weder Hundeführer noch Forscher wussten, welche davon Corona-infiziert und welche Corona-frei waren. Die Hunde erkannten 83 Prozent der positiven Proben und 96 Prozent der negativen Kontrollproben. Bundesverteidigungsministerin Annegret Kramp-Karrenbauer (CDU) wollte die Dienststelle bei Ulmen in der Vulkaneifel morgen besuchen.

    «Die Geruchserkennung von Hunden ist weit besser, als sich die breite Öffentlichkeit vorstellen kann», erläutert Verhaltensforscherin Esther Schalke von der Diensthundeschule. «Trotzdem waren wir erstaunt, wie schnell unsere Hunde trainiert werden konnten, um Proben von Sars-CoV-2-infizierten Personen zu erkennen.»

    Auf dem Gelände der Diensthundeschule verteilen sich 51 Bunker mit schweren Stahlschiebetoren auf 68 Hektar Wald. Soldaten haben dort Szenarien zum Trainieren der Hunde nachgebaut, etwa Gleisanlagen, Lagerräume, Kanalsysteme, einen Markt- und einen Schrottplatz, Wohnungen und zerstörte Häuser. Es gibt auch eine Diensthundeklinik und eine eigene Aufzucht. Die Bundeswehr bildet hier unter anderem Sprengstoff- und Minenspürhunde aus.

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