Das Deutsche Studentenwerk (DSW) hat dringende Verbesserungen beim Bafög gefordert.
Prüfung an der TU Dortmund
Prüfung an der TU Dortmund - AFP/Archiv

Das Wichtigste in Kürze

  • Druck auf Parteien vor anstehenden Koalitionsverhandlungen.

Nötig seien eine überproportionale Anhebung der Bafög-Sätze und -Elternfreibeträge, die Abschaffung des Darlehensanteils sowie eine Verlängerung der Förderungshöchstdauer, teilte das Studentenwerk (DSW) am Donnerstag in Berlin mit.

Hintergrund sind neue Auswertungen der drei jüngsten DSW-Sozialerhebungen von 2009, 2012 und 2016. «Studierende aus einkommensschwächeren und Familien ohne akademischen Hintergrund würden am meisten profitieren von einer starken Erhöhung der Bafög-Sätze», erklärte DSW-Generalsekretär Achim Meyer auf der Heyde.

Gerade bei Studierenden aus Familien ohne akademischen Hintergrund sei die Verschuldungsangst überproportional hoch, wie die Studiendaten zeigten. Eine Abschaffung des Bafög-Darlehensanteils, also die Rückkehr zum Vollzuschuss, würde für diese Gruppe von Studierenden laut Studentenwerk die Gefördertenquote um bis zu 15 Prozentpunkte erhöhen. Auch von einer Verlängerung der Förderungshöchstdauer würden Studierende aus einkommensschwächeren Familien enorm profitieren.

«Wir brauchen nach acht Jahren rückläufiger Gefördertenzahlen beim Bafög eine echte Trendwende und eine echte Reform», forderte Meyer auf der Heyde. Dies müsse auch in anstehende Koalitionsverhandlungen einfliessen.