Im Jahr 2019 kam es im Elsass zu massiven Ausschreitungen. Mit einem Grossaufgebot an Polizisten und Verboten sollen diese in diesem Jahr vermieden werden.
Feuerwerk
Ein Mitarbeiter von Weco, Hersteller von Feuerwerk, hält in einem Lagerraum Silvesterraketen (Archiv). Foto: Christophe Gateau/dpa - sda - Keystone/dpa/Christophe Gateau

Das Wichtigste in Kürze

  • Der Jahreswechsel wird in Strassburg unter strikten Kontrollen vonstattengehen.
  • Dies, nachdem Randalierer 2019 rund 200 Autos anzündeten.
  • Deshalb gilt in diesem Jahr unter anderem ein Verbot von Feuerwerkskörpern.

Mit einem Grossaufgebot von Sicherheitskräften und strikten Verboten will Strassburg zum Jahreswechsel Ausschreitungen verhindern. In der Elsass-Metropole und dem Umland werden zahlreiche Polizeibeamte und Feuerwehrleute mobilisiert. Dies teilte die Präfektur am Mittwoch mit.

Im gesamten Département Bas-Rhin gilt ein Verbot zum Verkauf und Gebrauch von Feuerwerkskörpern. Ausserdem ist der Verkauf und Konsum von Alkohol in der Öffentlichkeit vom Silvesterabend bis zum Neujahrsmorgen verboten. Für junge Leute unter 16 Jahren greift in dem Zeitraum ausserdem ein Ausgangsverbot.

Attacken auf Feuerwehrleute

Die Massnahmen sollen Ausschreitungen, Unfälle und Corona-Gefahren eindämmen. Schon im vergangenen Jahr gab es für die Menschen im Elsass Einschränkungen. Dies, nachdem es 2019 an Silvester zu massiven Ausschreitungen gekommen war. Damals zündeten Randalierer in Strassburg mehr als 200 Autos an.

Strassburg
Mit einem Grossaufgebot von Sicherheitskräften in Strassburg soll friedlich ins neue Jahr gestartet werden. - Keystone

Es kam nach Angaben der Präfektur zu Attacken auf Feuerwehrleute mit Böllern und Raketen. Verboten ist deshalb auch der Verkauf und Kauf von Benzin in tragbaren Kanistern rund um den Jahreswechsel.

Als weiteren Grund für das Böllerverbot nannte die Präfektur auch schwere Unfälle: An Silvester 2020 etwa starb ein 25-Jähriger nach einem Unfall mit einem Feuerwerkskörper in einem Ort bei Strassburg.

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