Spreewald-Gewässer wegen Giftraupen dicht
Wer in diesen Tagen eine Paddeltour im Spreewald plant, muss mit Einschränkungen rechnen. Wegen starken Befalls mit dem Eichenprozessionsspinner hat das deutsche Bundesland Brandenburg mehrere Gewässerabschnitte vorübergehend für den Schiffsverkehr gesperrt.

Der Spreewald ist ein von Wasserwegen durchzogenes UNESCO-Biosphärenreservat rund eineinhalb Autostunden von Berlin entfernt. Touristen zieht es für traditionelle Kahnfahrten und für die berühmte Spreewälder Gurke dorthin.
Etwa die Hälfte der schiffbaren Flächen im Unterspreewald ist aber derzeit von den Sperrungen betroffen, wie es hiess. Besucherinnen und Besucher sollen vor Gesundheitsgefahren durch die giftigen Brennhaare des Eichenprozessionsspinners geschützt werden, aber auch vor Gefahren durch umsturzgefährdete Bäume und Äste entlang der Wasserwege. Spreewald-Touristen sollen mit ihren Booten alternative Routen nutzen, so das Verkehrsministerium.
Der Eichenprozessionsspinner hat sich in diesem Jahr laut Umweltministerium in Brandenburg besonders stark verbreitet und wird mehr und mehr zum Gesundheitsproblem. Die winzigen Brennhaare der Raupen dieses Nachtfalters enthalten ein Nesselgift und können bei Kontakt Hautreizungen mit starkem Juckreiz und Quaddeln auslösen. Augenreizungen, Husten oder asthmaartige Beschwerden sind möglich.










