Spitzenrestaurant Noma sieht sich schweren Vorwürfen gegenüber

Maja Bojic
Maja Bojic

Dänemark,

Das weltberühmte Noma in Kopenhagen sieht sich schweren Vorwürfen ehemaliger Mitarbeitender ausgesetzt.

Noma
Der weltberühmte Gastronomietempel Noma steht erneut im Zentrum schwerer Vorwürfe ehemaliger Mitarbeiter. (Archivbild) - keystone

Das weltberühmte Noma in Kopenhagen wurde mehrfach als bestes Restaurant der Welt ausgezeichnet. Nun sieht es sich mit massiven Vorwürfen ehemaliger Mitarbeitender konfrontiert.

Laut der österreichischen «Heute» sorgt eine Reihe von Anschuldigungen zu Arbeitsbedingungen und Verhalten für Aufsehen in der Gastroszene. Auslöser der Debatte ist ein Beitrag auf Social Media von Jason Ignacio White, der früher das Fermentationslabor bei Noma leitete.

Hast du schon mal einen unangenehmen Vorfall in einem Restaurant beobachtet?

Unter dem Hashtag #NomaAbuse veröffentlichte er eigene Erfahrungen sowie anonyme Berichte, die auf «noma-abuse.com» von 38 Personen nachvollzogen werden können. Die Vorwürfe reichen von Einschüchterungen und Demütigungen bis hin zu körperlicher Gewalt und mangelnder medizinischer Versorgung bei Unfällen.

Ex-Mitarbeitende von Noma berichten von einer «Kultur der Angst»

Ehemalige Mitarbeitende berichten von einer «Kultur der Angst» und massivem psychischem Druck im Küchenalltag. Zudem soll es Vorfälle gegeben haben, bei denen Personen während des Dienstes ins Gesicht geschlagen wurden.

Beschwerden an die Personalabteilung sollen zudem mit persönlichen Nachteilen beantwortet worden sein. Bisher sind die Vorwürfe weder juristisch geprüft noch offiziell bestätigt.

Die Anschuldigungen reihen sich laut der «Heute» ein in eine längerfristige Debatte über Arbeitsbedingungen bei dem Restaurant.

Gründer René Redzepi im Zentrum der Arbeitskultur-Debatte

Gegründet wurde Noma 2003. Das Restaurant wurde mehrfach als bestes der Welt ausgezeichnet. Dazu zählen fünfmal die Rangliste der «World’s 50 Best Restaurants» und drei Michelin-Sterne.

Noma
Der Gründer und Küchenchef von Noma René Redzepi steht im Zentrum der Kritik. (Archibild) - keystone

Der Gründer und Küchenchef René Redzepi steht laut der «Heute» im Zentrum der Kritik. Branchenbeobachter sehen in der aktuellen Debatte einen erneuten Fokus auf toxische Arbeitskulturen in der Spitzengastronomie.

Die Vorwürfe haben laut «L'Essentiel» weltweit Diskussionen über Leistungsdruck, lange Arbeitszeiten und starre Hierarchien ausgelöst. Eine umfassende öffentliche Stellungnahme von Noma steht bisher aus.

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Kommentare

User #4836 (nicht angemeldet)

Wie im Eidgenössli !

User #4317 (nicht angemeldet)

Wie in der Kronenhalle 🤷‍♀️

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