Die Briten haben im Lockdown Anfang 2021 wegen geschlossener Geschäfte und mangelnder Konsummöglichkeiten viel Geld auf die hohe Kante gelegt.
Grossbritannien Einkaufsstrasse
Eine Einkaufsstrasse in Grossbritannien. - AFP/Archiv

Die Sparquote kletterte im ersten Quartal auf 19,9 Prozent von 16,1 Prozent Ende 2020, wie das nationale Statistikamt ONS am Mittwoch mitteilte. Dieser Wert beziffert den Anteil der Ersparnisse der Haushalte am verfügbaren Einkommen.

Beim ersten Corona-Lockdown im Frühjahr 2020 hatte es hier eine Rekordquote von 25,9 Prozent gegeben. Fachleute gehen davon aus, dass die Verbraucher im Zuge der Lockerungen ihren Nachholbedarf beim Konsum befriedigen und damit die Konjunkturerholung stützen.

Paul Dales, Ökonom beim Analysehaus Capital Economics, sagte, der Bestand an überschüssigen Ersparnissen sei überraschend gross. Dies könnte Tempo und Dauer der künftigen Konjunkturbelebung positiv verändern - «sollten sich die Haushalte entscheiden, das Geld auszugeben».

Die ONS-Daten zeigen auch, dass die britische Wirtschaft im ersten Quartal mit 1,6 Prozent etwas stärker schrumpfte als zuvor mit 1,5 Prozent gemeldet. Im vergangenen Jahr war das Bruttoinlandprodukt in der Corona-Krise sogar um fast zehn Prozent eingebrochen.

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