Spanien fordert von Israel unverzügliches Ende der Rafah-Offensive

    Keystone-SDA
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    Spanien,

    Israel wird von Spanien aufgefordert den Militäreinsatz im Süden des Gazastreifens sofort zu beenden.

    José Manuel Albares
    Laut Spaniens Aussenminister José Manuel Albares sind die vom Internationalen Gerichtshof angeordneten Massnahmen obligatorisch. - sda

    Spanien hat von Israel die Umsetzung der vom Internationalen Gerichtshof angeordneten sofortigen Beendigung des Militäreinsatzes in Rafah im Süden des Gazastreifens gefordert. Diese Massnahmen seien obligatorisch, betonte Aussenminister José Manuel Albares am Samstag auf der Nachrichtenplattform X, vormals Twitter. Madrid fordere «auch einen Waffenstillstand, die Freilassung der Geiseln und humanitären Zugang. Das Leiden der Menschen im Gazastreifen und die Gewalt müssen ein Ende haben».

    Spanien gehört seit langem zu den schärfsten Kritikern in Europa am militärischen Vorgehen Israels in Gaza. Die linke Regierung in Madrid hatte bereits kurz nach dem Angriff der islamistischen Hamas auf Israel und dem Beginn der Militäraktionen in Gaza alle Waffenexporte nach Israel ausgesetzt. Am Mittwoch folgte die Ankündigung Spaniens, Norwegens und Irlands, einen palästinensischen Staat anerkennen zu wollen. Die Regierung von Ministerpräsident Benjamin Netanjahu reagierte empört und bestellte die Botschafter der drei Länder ins Aussenministerium ein, um ihnen eine Rüge zu erteilen.

    Diplomatische Konflikt zugespitzt

    Der diplomatische Konflikt zwischen Madrid und Tel Aviv spitzte sich am Freitag weiter zu, als Israel Einschränkungen für die Arbeit spanischer Diplomaten in dem Land verkündete. Demnach ist es der spanischen Botschaft in Tel Aviv und dem Generalkonsulat in Ost-Jerusalem künftig untersagt, ihre Dienste für Palästinenser aus dem von Israel besetzten Westjordanland anzubieten. Begründet wurde diese Massnahme mit einer Äusserung der spanischen zweiten stellvertretenden Ministerpräsidentin Yolanda Díaz, die Aussenminister Israel Katz als antisemitisch einstufte.

    Die Politikerin hatte in einem auf X geposteten Video am Ende gesagt: «Palästina wird frei sein vom Fluss bis zum Meer.» Mit dem Satz ist gemeint, es solle ein freies Palästina geben auf einem Gebiet vom Fluss Jordan bis zum Mittelmeer – dort, wo sich jetzt Israel befindet. Die Formulierung ist umstritten, weil sie den palästinensischen Hoheitsanspruch ausdrückt und Israels Existenzrecht verneint.

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    Kommentare

    Luxy-1

    Na endlich mal eine sinnvolle Forderung.

    User #4506 (nicht angemeldet)

    Netanjahu legt jetzt erst richtig los..... Nur so bleibt er an der Macht und wird in den Geschichtsbüchern verewigt.

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