Sonnenfinsternis fotografieren: Darauf kommt es an

Keystone-SDA
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Bern,

Eine Sonnenfinsternis zu fotografieren, ist eine besondere Herausforderung. Keystone-SDA-Fotograf Anthony Anex verrät, worauf es dabei ankommt.

sonnenfinsternis 2025
Eine Sonnenfinsternis (Symbolbild) - AFP

Die Vorbereitung beginnt lange vor der Finsternis. Entscheidend ist die Wahl des richtigen Standorts. Der Keystone-SDA Fotograf Anthony Anex nutzt dafür die App «Peakfinder». Sie kann den Sonnenstand über einem Bergpanorama berechnen und ermöglicht es, die Position der Sonne im Verhältnis zum Gelände frühzeitig vorherzusagen. Da die Sonnenfinsternis am Mittwoch kurz vor dem Sonnenuntergang am Westhorizont stattfindet, hilft die App zu prüfen, ob ein Gipfel oder Kamm die Sicht auf die verfinsterte Sonne versperrt.

Den gewünschten Standort sollte man bereits im Voraus erkunden. «Man sollte sich den Ort vorher anschauen und prüfen, ob zur entscheidenden Zeit wirklich freie Sicht auf die Sonne besteht», sagt Anex. Steht tatsächlich kein Baum im Weg? Versperren kein Hochhaus, kein Kran oder ein andere Hindernisse die Sicht?

Ist der perfekte Standort gefunden, stellt sich die nächste Frage: Was soll überhaupt aufs Bild? «Für ein starkes Bild lohnt es sich, nicht nur die Sonne abzulichten», sagt Anex. Eine markante Landschaft, eine Bergkette oder ein charakteristisches Gebäude können das Bild spannender machen. «Es kann ausserdem visuell interessant sein, Personen ins Bild einzubeziehen, da sie eine Vorstellung von den Grössenverhältnissen vermitteln», so Anex.

Eine Universallösung gibt es auch bei den Kameraeinstellungen nicht. «Um die richtige Einstellung zu finden, muss auch ich vor Ort etwas herumprobieren», sagt Anex.

Wer die verfinsterte Sonne möglichst gross und detailreich abbilden möchte, ist mit einer Brennweite von etwa 400 Millimetern oder mehr gut beraten. Eine längere Brennweite ist dabei kein Muss: Auch mit einem Weitwinkelobjektiv lassen sich spannende Bilder machen, wenn neben der Finsternis auch die Landschaft und die Umgebung im Bild sichtbar sein sollen.

Bei den Einstellungen sollte mit einer niedrigen ISO-Zahl gearbeitet werden. Die Belichtungszeit muss an die jeweiligen Lichtverhältnisse, die Phase der Finsternis und den verwendeten Sonnenfilter angepasst werden.

Bei aller Begeisterung für das seltene Himmelsspektakel gilt: Die Sicherheit der Augen steht an erster Stelle. Niemals direkt und ohne geeigneten Sonnenschutz durch den Sucher oder auf die Sonne schauen.

Für die direkte Beobachtung der Sonne braucht es eine geeignete Sonnenfinsternisbrille, um die Augen zu schützen. Die Schutzbrillen müssen gemäss Bundesamt für Gesundheit (BAG) gemäss der Norm ISO 12312-2:2015 zertifiziert sein. Auch die direkte Beobachtung der Sonne mit Ferngläsern, Teleskopen und Kameras ist äusserst gefährlich, da diese Geräte die Sonnenstrahlen zusätzlich bündeln. . Vor den Objektiven müssen laut BAG stets Filter oder Schutzfolien angebracht werden.

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