Skulptur zu Ehren Ingeborg Bachmanns in Klagenfurt enthüllt
Zum Auftakt der Ingeborg Bachmann-Woche ist in Klagenfurt am Dienstag eine neue Skulptur zu Ehren der Literatin enthüllt worden. Das Werk von Anselm Kiefer mit dem Titel «Die Orden der Nacht» steht im Garten des Bachmann-Hauses.

Der Maler und Bildhauer Anselm Kiefer bezog sich mit seiner Skulptur auf das Bachmann-Gedicht «An die Sonne» mit den Zeilen «...schöner als der beachtliche Mond und sein geadeltes Licht, schöner als die Sterne, die berühmten Orden der Nacht ...».
Bei der Skulptur handelt es sich um ein Geschenk zum 100. Geburtstag von Ingeborg Bachmann (1926-1973), den diese am Donnerstag (25. Juni) gefeiert hätte. Das Kunstwerk ist etwas mehr als zwei Meter hoch. Es besteht aus Bronze, Stahl und Blattmetallen.
Die Figur mit dem Titel mit dem Titel «Die Orden der Nacht» ist dem Ensemble «Die Frauen der Antike» entnommen, mit welchem Anselm Kiefer «weibliche Gestalten, die in der Geschichte lange Zeit übersehen wurden, ins Zentrum seiner Arbeiten rückt», hiess es bei der Präsentation.
Der Kopf der Figur bleibt ausgespart und wird durch Attribute ersetzt, welche auf die Identität der jeweiligen Frau hinweisen. Auf dem Körper Bachmanns ruht eine offene Stahlkugel, mit der auf die Bewegungen von Mond und Planeten Bezug genommen wird.
Der Künstler Kiefer selbst war bei der Enthüllung nicht vor Ort. Er werde das Haus der Literatin, mit der er sich seelenverwandt fühlt, aber bald besuchen, wurde versichert.
Höhepunkt der Bachmann-Woche wird am Sonntag die Verleihung des 50. Bachmanpreises sein. In den Tagen zuvor werden ab Donnerstag 14 Autorinnen und Autoren aus Deutschland, Österreich und der Schweiz aus eigenen Texten um die Wette lesen, wobei die sieben-köpfige Jury jeden Beitrag direkt im Anschluss an die Lesung jeweils publikumswirksam diskutieren wird. Aus der Schweiz wird die Krimiautorin Seraina Kobler am Wettlesen teilnehmen.










