Sexueller Missbrauch: Haftstrafe für deutschen Physiotherapeuten
Ein Gericht in Deutschland verurteilt einen Physiotherapeuten zu fünf Jahren Haft wegen sexuellen Missbrauchs.

Ein Gericht in Rostock hat einen Physiotherapeuten wegen des sexuellen Missbrauchs zahlreicher Patientinnen zu einer Haftstrafe von fünf Jahren verurteilt. Am Landgericht in der nordostdeutschen Stadt sprach ihn der Richter wegen fünffacher Vergewaltigung, sexuellen Übergriffs in elf Fällen und sexueller Belästigung in zwei Fälle schuldig.
Zudem darf der Verurteilte fünf Jahre lang keine Tätigkeit in Bereichen ausüben, wo sich Frauen teilweise oder ganz entkleiden, wie etwa in Schwimmbädern oder Saunen.
Geständnis und Schmerzensgeldzahlung
Das Urteil ist bislang nicht rechtskräftig. Der 45-Jährige hatte sich von März 2020 bis März 2025 insgesamt an 17 Frauen vergangen. Tatort war jeweils seine Praxis in Elmenhorst-Lichtenhagen bei Rostock. Das jüngste der 17 Opfer war 15 Jahre, das älteste 83 Jahre alt.
Der Angeklagte hatte im Prozess ein umfassendes Geständnis abgelegt und Schmerzensgeld in Höhe von 115'000 Euro (rund 107'000 Franken) gezahlt. Mit dem verkündeten Strafmass ging der Richter über das von der Staatsanwaltschaft geforderte Mass von viereinhalb Jahren Haft hinaus.










