Knapp zweieinhalb Monate nach dem Einmarsch russischer Truppen in die Ukraine hat der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj noch mehr Druck der internationalen Gemeinschaft auf Moskau gefordert. «Mit jedem Tag des Krieges nehmen die globalen Bedrohungen zu, gibt es eine neue Gelegenheit für Russland, Instabilität in anderen Teilen der Welt zu provozieren, nicht nur hier in Europa», sagte Selenskyj am Freitagabend in seiner täglichen Videoansprache. Derweil aber stürben in der Ukraine Männer und Frauen, «die ihr Bestes geben, damit alle Menschen frei leben können», sagte Selenskyj. «Daher ist viel mehr Druck auf Russland erforderlich.»
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Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj. - keystoen

Das Wichtigste in Kürze

  • Dennoch gebe es Länder, in denen Sanktionen gegen Moskau zurückgehalten würden oder Hilfe für die Ukraine blockiert werde, kritisierte Selenskyj.

Konkret nannte er jedoch kein Land beim Namen. Dabei sei inzwischen bekannt, dass Russlands Blockade ukrainischer Häfen sowie der Krieg insgesamt eine grosse Nahrungsmittelkrise provozierten. «Und russische Beamte drohen der Welt auch offen, dass es in Dutzenden von Ländern Hungersnöte geben wird.»

«Tatsächlich kann heute niemand vorhersagen, wie lange dieser Krieg dauern wird», sagte Selenskyj. «Aber wir tun alles, um unser Land schnell zu befreien. Das ist unsere Priorität – jeden Tag daran zu arbeiten, den Krieg zu verkürzen.» Dazu aber brauche die Ukraine die Hilfe ihrer Partner, «aus europäischen Ländern, aus den Ländern der ganzen freien Welt».

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