Schwimmerin in Ostsee vermutlich von Neunauge angegriffen

Marie Augustin
Marie Augustin

Deutschland,

Eine Schwimmerin entdeckt blutende Wunden an ihrem Körper, als sie aus der Ostsee steigt. Diese könnten von einem Neunauge stammen.

schwimmerin ostsee
Ein Neunauge könnte die Schwimmerin in der Ostsee angegriffen haben. (Archivbild) - keystone

Das Wichtigste in Kürze

  • Eine Schwimmerin entdeckt an ihren Beinen blutende, kreisrunde Wunden.
  • Sie könnte dem Angriff eines Neunauges zum Opfer gefallen sein.
  • Die aalähnlichen Tiere haften sich an ihre Wirte, um Blut zu saugen.

Vor ein paar Tagen schwamm eine Frau in Grossenbrode nahe Fehmarn (D) in der Ostsee. Als sie aus dem Wasser steigt, bemerkt sie mehrere stark blutende Wunden an ihren Beinen. Im Wasser habe sie nichts gespürt, berichtet sie den «Lübecker Nachrichten».

Bei genauerer Betrachtung fällt ihr auf, dass die Wunden punktuell und kreisrund angeordnet sind. Sie recherchiert und vermutet ein Neunauge hinter der Attacke.

Schmerzhemmend: Biss wird nicht bemerkt

Bei Neunaugen handelt es sich um lange, aalähnliche Rundmäuler mit flossenartigem Rückensaum. Ihr rundes Saugmaul ist mit Hornzähnen besetzt, sie haften sich damit an ihre Beute. Anschliessend saugen sie Blut oder raspeln sogar Fleischstücke heraus. An ihren Wirten wie Fischen oder Robben sind daher häufig kreisrunde Narben zu sehen.

Ihr Speichel verfügt über schmerz- und gerinnungshemmende Substanzen. So können sie lange an ihrem Wirtstier bleiben, ohne bemerkt zu werden. Menschen werden zwar nur selten Opfer des Neunauges – vor kommt es ab und an dennoch.

Angriff in Ostsee selten, aber möglich

Die Rundmäuler gibt es im Salz- und Süsswasser, wobei das Meeresneunauge mit einem Meter im Vergleich doppelt so gross wird. Sie stehen auf der roten Liste der gefährdeten Arten.

Wie der Nabu Mecklenburg-Vorpommern schreibt, ist ein Biss unangenehm, aber harmlos. Aufgrund der gerinnungshemmenden Stoffe kann das Stillen der Blutung etwas länger dauern. Giftig oder gefährlich sei der Biss jedoch nicht, wie auch die «Berliner Morgenpost» aufgreift.

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