Schwertangriff in Schweden – neue Details zum Täter und Motiv

    Esada Kunic
    Esada Kunic

    Schweden,

    Neue Details zum Schwertangriff in Schweden: Der Täter war Ex-Schüler der angegriffenen Schule in Fagersta.

    schweden schwertangriff
    Schwedens Ministerpräsident Ulf Kristersson und Sozialdemokraten-Chefin Magdalena Andersson besuchen den Gedenkort, einen Tag nach dem Schwertangriff in Fagersta, Schweden. - keystone

    Ein 18-Jähriger hat am Freitag eine Schule in der schwedischen Kleinstadt Fagersta angegriffen.

    Beim Schwertangriff starb ein 17-jähriges Mädchen, drei weitere Jugendliche wurden verletzt, wie «web.de» berichtet.

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    Laut der «Berliner Zeitung» ging der Alarm um 14.06 Uhr bei der Polizei ein. Der Einsatz wurde zunächst als Fall von «andauernder tödlicher Gewalt» eingestuft.

    Täter mit Helm und Schwert

    Der mutmassliche Täter war laut «ZDFheute» mit einem Helm bekleidet in das Schulgebäude eingedrungen. Schüler berichteten dem schwedischen Sender SVT, ein Freund sei dabei am Arm verletzt worden.

    Die Polizei schoss dem 18-Jährigen bei der Festnahme ins Bein, wie die «Berliner Zeitung» berichtet. Er wurde danach ins Spital gebracht.

    Laut der «Berliner Zeitung» soll der Festgenommene früher selbst die Brinellskolan besucht haben. Zudem sei er bereits wegen der Misshandlung eines Schülers verurteilt worden: Diese Angaben wurden von der Polizei jedoch nicht öffentlich bestätigt.

    Opfer offenbar zufällig ausgewählt

    Der örtliche Polizeichef Tommy Alriksson sagte gemäss «web.de», das getötete Mädchen dürfte ein Zufallsopfer gewesen sein.

    Es werde nicht davon ausgegangen, dass bestimmte Personen gezielt angegriffen worden seien.

    Ermittelt wird wegen Mordes und versuchten Mordes, berichtet «web.de». Das Motiv ist bislang unbekannt.

    Stadt unter Schock

    Mehrere umliegende Schulen wurden nach dem Schwertangriff abgeriegelt, wie «ZDFheute» meldet. Schülerinnen und Schüler durften das Gebäude stundenlang nicht verlassen.

    Der schwedische Regierungschef Ulf Kristersson legte am Wochenende in Fagersta Blumen nieder. «Was nicht geschehen darf, ist erneut geschehen», sagte er laut «web.de».

    schweden schwertangriff
    Trauernde legen Blumen und Kerzen vor der Schule in Fagersta nieder, einen Tag nach dem Schwertangriff in Schweden. - keystone

    Sozialdemokraten-Chefin Magdalena Andersson schrieb, ganz Schweden stehe an der Seite von Fagersta, wie «ZDFheute» berichtet.

    Schwertangriff: Kein Einzelfall in Schweden

    Der Schwertangriff reiht sich in eine Serie von Schulgewalt ein.

    2015 tötete ein 21-Jähriger mit einem Schwert drei Menschen an einer Schule in Trollhättan, berichtet «ZDFheute».

    Im Februar 2025 erschoss ein ehemaliger Schüler zehn Menschen in Örebro. Es war der schlimmste Schusswaffenangriff in der Geschichte Schwedens, so «web.de».

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