Schwert-Angreifer von Schweden (18) verehrte Massenmörder

    Aaron Studer
    Aaron Studer

    Schweden,

    Der Amokläufer von Fagersta orientierte sich offenbar am Schulattentat von Trollhättan aus dem Jahr 2015. Zudem verherrlichte er Massenmörder Anders Breivik.

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    Die Trauer und das Entsetzen nach der Tat sind gross. - keystone

    Das Wichtigste in Kürze

    • Ein 18-Jähriger griff am Freitag an einer schwedischen Schule mehrere Jugendliche mit einem Schwert an.
    • Recherchen weisen auf rechtsextreme Inhalte und ein Amoklauf-Vorbild hin.
    • Schwedens Spitzenpolitiker legten am Tatort Blumen für das Opfer nieder.

    Ein 18-Jähriger griff am Freitag mehrere Jugendliche an der Brinellskolan an. Ein 17-jähriges Mädchen starb. Nun werden Details zum Täter bekannt.

    Der Angreifer war ein ehemaliger Schüler. Laut schwedischem Rundfunk hatte er noch eine Zugangskarte zum Gebäude. Den Behörden war er bekannt: Jahre zuvor soll er bereits einen Mitschüler angegriffen haben.

    Schweden
    Den schwedischen Behörden war der Angreifer bekannt. - keystone

    Der Mann wurde rund zehn Minuten nach dem Alarm gestoppt und von der Polizei überwältigt. Erste Berichte, denen zufolge der Täter angeschossen wurde, dementierte die Polizei.

    Ihm wird Mord und versuchter Mord vorgeworfen, wie die Staatsanwaltschaft am Sonntag mitteilte. Es bestehe dringender Tatverdacht. Die Frage nach dem Motiv ist bislang unbeantwortet.

    Der Täter filmte seinen Angriff selbst mit

    Vor dem Angriff postete der 18-Jährige auf TikTok ein Foto eines Schwertes – offenbar aufgenommen auf einer Schultoilette. Zudem soll er die Tat selbst gefilmt haben.

    Recherchen von «Expressen» und «Dagens Nyheter» deuten auf einen rechtsextremen Hintergrund hin. Der Täter soll psychische Probleme gehabt haben und verherrlichte in eigenen Videos Amokläufer und Massenmörder.

    Darunter auch der norwegische Attentäter Anders Breivik, der 2011 in Oslo und auf Utøya 77 Menschen tötete.

    Zudem teilte der 18-jährige Inhalte der «Alternative für Schweden». Auch rechtsextreme Inhalte verbreitete er, wie die «Welt» berichtet.

    Orientierte sich wohl am Trollhättan-Attentat

    Auffällig ist laut «Welt» die Ähnlichkeit zu einem früheren Schulangriff. Der Verdächtige soll sich intensiv mit dem Anschlag von Trollhättan 2015 beschäftigt haben.

    Damals tötete Anton Lundin Pettersson an einer Schule drei Menschen mit einem Schwert, ein Lehrer starb später an seinen Verletzungen.

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    In Trollhättan tötete 2015 Anton Lundin Pettersson an einer Schule drei Menschen mit einem Schwert. - keystone

    In Fagersta mit rund 12'000 Einwohnern herrschen Trauer und Fassungslosigkeit. «Wir haben ein Mädchen verloren, das ihre ganze Zukunft noch vor sich hatte», sagte eine Lehrerin zu «Dagens Nyheter».

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    Schwedens Ministerpräsident Ulf Kristersson besuchte den Tatort. - keystone

    Schwedens Ministerpräsident Ulf Kristersson und Oppositionsführerin Magdalena Andersson besuchten den Tatort am Samstag gemeinsam.

    Beide hatten zuvor ihre geplanten Wahlkampfauftritte abgesagt. Sie sprachen mit betroffenen Jugendlichen und legten vor der Schule Blumen nieder.

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    Kommentare

    User #3957 (nicht angemeldet)

    Funfact: Terroranschläge für Gotteststaaten werden auch als Rechts eingetstuft.

    User #5607 (nicht angemeldet)

    Die Daumen zeigen übrigens genau das Bild einer Verherrlichung von Rechtsextremismus in den Kommentaren. Jeder, der sagt, dass Rechtsextremismus ein Problem ist und bekämpft werden muss, wird sofort und stark negativ bewertet.

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