Schweden: Lebenslange Haft nach Dreifachmord in Friseursalon
In Schweden ist ein 21-Jähriger für einen Dreifachmord in einem Friseursalon zu lebenslanger Haft verurteilt worden. Das teilte das zuständige Bezirksgericht mit.

Im April 2025 hatte der Mann in einem Friseurladen im schwedischen Uppsala zwei Jungen im Alter von 15 und 16 Jahren sowie einen 20-Jährigen je durch Kopfschüsse getötet.
«Die Taten, für die er verurteilt wird, sind besonders brutal und haben zum Tod von drei jungen Menschen geführt», sagte der Richter Daniel Gustavsson der Mitteilung zufolge. Eine andere Bestrafung als lebenslange Freiheitsstrafe komme für den 21-Jährigen demnach nicht in Betracht.
Zwei Wochen vor der Tat in Uppsala, einer Universitätsstadt 70 Kilometer nördlich von Stockholm, hatte der Mann im südschwedischen Eslöv zwei Menschen angeschossen. Zudem hat er vor dem Friseursalon in Uppsala auf zwei weitere Opfer geschossen.
Deshalb wurde der Mann auch wegen versuchten Mordes in vier Fällen sowie wegen zweier Fälle schwerer Verstösse gegen das Waffengesetz verurteilt. Ausserdem muss er den Opfern und Hinterbliebenen Schadenersatz in Höhe von rund 3,4 Millionen schwedischen Kronen (etwa 310.000 Euro) zahlen.
Zwei weitere junge Männer wurden im Zusammenhang mit der Tat in Uppsala unter anderem wegen Beihilfe zum Mord beziehungsweise wegen schweren Verstosses gegen das Waffengesetz verurteilt.
Sowohl die Tat in Uppsala als auch die in Eslöv stehen in irgendeiner Weise mit organisierter Kriminalität in Verbindung, hiess es in der Mitteilung des Gerichts. Ein genaueres Motiv für die Straftaten konnte demnach im Verfahren jedoch nicht festgestellt werden.
Schweden ringt seit mehreren Jahren mit kriminellen Banden, die sich unter anderem Machtkämpfe um die Markthoheit im Drogengeschäft liefern. Ende 2025 teilte die schwedische Polizei mit, dass rund 67.500 Menschen in Schweden Verbindungen zu kriminellen Netzwerken haben. 17.500 von ihnen seien aktive Gang-Mitglieder, 50.000 bewegten sich in ihrem unmittelbaren Umfeld.














