Haft

Brian Keller: «Ich sass schon wieder unschuldig in U-Haft!»

Redaktion
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Greifensee,

Brian Keller ist zurück auf freiem Fuss und meldet sich zu Wort. Der Zürcher beteuert seine Unschuld und sagt, weshalb das Verfahren eingestellt wurde.

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Brian Keller äussert sich nach der Entlassung aus der U-Haft zum Vergleich. - Instagram@brian_nr1

Das Wichtigste in Kürze

  • Brian Keller wurde nach drei Wochen U-Haft am Montag wieder auf freien Fuss gesetzt.
  • Auf Instagram beteuert der Zürcher Boxer seine Unschuld und schildert die Hintergründe.
  • Die Akte des einstigen «Carlos» bleibt lang – am Obergericht ist ein Verfahren hängig.

Drei Wochen sass Brian Keller (30) in Untersuchungshaft, am Montag wurde er aus der Haft entlassen. Wenige Stunden später teilte der Zürcher Boxer ein Video-Statement mit seinen Followern auf Instagram.

«Wie ihr mitbekommen habt, war ich drei Wochen in U-Haft und einmal mehr unschuldig», sagt Brian in seinem Video. Wie oft er bereits unschuldig in Haft gesessen habe, könne man «gar nicht mehr zählen».

Wird Brian Keller von der Justiz zu hart angefasst?

Konkret sei es um eine angebliche Drohung gegangen. «Eine Bedrohung, die nie stattgefunden hat», so der 30-Jährige.

«Es ist besser für euch, wenn ihr das zurückzieht»

Im Video schildert Brian Keller auch, wie es zur Einstellung des Verfahrens gekommen sein soll. Sein Anwalt sei auf die Gegenseite zugegangen – mit folgenden Worten: «Wenn ihr auf diese Anzeige bestehen solltet, hat unser Mandant tausendmal mehr Sachen.»

«Es ist besser für euch, wenn ihr das zurückzieht.» Der Anwalt der Gegenpartei habe das «natürlich auch eingesehen». Damit sei das Verfahren eingestellt worden.

«Ein anderer wäre vielleicht nicht in Haft gekommen»

Die Zürcher Staatsanwaltschaft bestätigte am Montag offiziell die Entlassung. In der Mitteilung heisst es, die anwaltlich vertretenen Parteien hätten einen Vergleich geschlossen. Dieser beinhalte auch den Rückzug des Strafantrags der Geschädigten.

brian Keller
Bekannt wurde Brian Keller durch einen SRF-Dok-Film über jugendliche Straftäter, damals noch unter dem Übernamen «Carlos». - keystone

Brian Keller fühlt sich ungerecht behandelt. «Ein anderer wäre vielleicht nicht in Haft gekommen», sagt er in seinem Statement. Es sei ganz klar, dass er nicht der Schuldige sei. «Es ist wichtig, dass man das weiss und dass ich hier wieder mal unschuldig in Haft verbracht habe.»

Brian Keller hat lange Vorgeschichte mit der Justiz

Brian Keller ist in der Schweiz kein Unbekannter. Bekannt wurde er durch einen SRF-Dok-Film über jugendliche Straftäter, damals noch unter dem Übernamen «Carlos».

Seit seinem 20. Lebensjahr sass er immer wieder im Gefängnis, lange Zeit auch in Isolationshaft. Erst als 28-Jähriger kam er auf freien Fuss.

Brian Keller Gefängniswärter angeklagt
Der Schweizer Boxer Brian Keller galt als bekanntester Häftling des Landes. (Archivbild) - keystone

Im Sommer 2025 stand er erneut vor Gericht. Das Bezirksgericht Zürich verurteilte ihn zu einer Freiheitsstrafe von drei Jahren und neun Monaten. Er hatte unter anderem einen Kontrahenten angegriffen und niedergeschlagen. Das Verfahren ist noch am Obergericht hängig.

Parallel verfolgt Brian seine Karriere als Profiboxer. Bisher absolvierte er allerdings erst wenige Kämpfe. Zuletzt verhinderte die Gemeinde Volketswil ZH eine «Fight Night» mit ihm wegen Sicherheitsbedenken.

Kommentare

User #8700 (nicht angemeldet)

Ich denke da immer an Römerbrief 13,4. … ab Vers 1 Jede Seele unterwerfe sich den obrigkeitlichen Gewalten; denn es ist keine Obrigkeit, außer von Gott, und diese, welche sind, sind von Gott verordnet. 2 Wer sich daher der Obrigkeit widersetzt, widersteht der Anordnung Gottes; die aber widerstehen, werden ein Urteil über sich bringen. 3 Denn die Regenten sind nicht ein Schrecken für das gute Werk, sondern für das böse. Willst du dich aber vor der Obrigkeit nicht fürchten? So übe das Gute, und du wirst Lob von ihr haben; 4 denn sie ist Gottes Dienerin, dir zum Guten. Wenn du aber das Böse übst, so fürchte dich, denn sie trägt das Schwert nicht umsonst; denn sie ist Gottes Dienerin, eine Rächerin zur Strafe für den, der Böses tut. 5 Darum ist es notwendig, untertan zu sein, nicht allein der Strafe wegen, sondern auch des Gewissens wegen.

User #5529 (nicht angemeldet)

Solche medialen Ereignisse dienen nur den Medien selbst. Geldmacherei. Lasst ihn in Ruhe.

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