Ali Mitgutsch, der Schöpfer des Wimmelbilderbuch ist gestorben. Beim Ravensburger Verlag sind über 70 seiner Werke erschienen.
Wimmelbilderbuch
Ali Mitgutsch ist gestorben. - Keystone

Das Wichtigste in Kürze

  • Ali Mitgutsch ist gestorben.
  • Er gilt als der Vater der Wimmelbilderbücher.
  • Vor 54 Jahren ist sein erstes Buch erschienen.

Der Illustrator und Künstler Ali Mitgutsch ist tot. Der Schöpfer des Wimmelbilderbuch sei am Montagabend im Alter von 86 Jahren in München gestorben. Dies teilte sein Freund und Biograf Ingmar Gregorzewski am Dienstag der dpa unter Berufung auf die Familie des Verstorbenen mit.

Zuvor hatte auch der Ravensburger-Verlag unter Berufung auf Gregorzewski und Literaturagent Oliver Brauer vom Tod Mitgutschs berichtet.

Wimmelbilderbuch von Mitgutsch erzählt ohne Worte

«Frech, witzig, liebevoll: Ali Mitgutschs Sicht auf die Welt, auf den Zauber des Alltäglichen war einzigartig. Sie hat Generationen von Kindern und Erwachsenen begeistert und ihn zum ‹Vater der Wimmelbücher› gemacht.» Dies teilte Ravensburger in einer Würdigung mit, der Verlag verneige sich «vor seinem Freund und langjährigem Autor».

Mitgutschs Wimmelbücher erzählen ohne Worte und farbenfroh seit Jahrzehnten wunderbare Alltags-Geschichten: aus dem Schwimmbad, vom Bauernhof, aus den Bergen oder aus der Stadt.

«Er war Schwabinger durch und durch. Er schaute neugierig und mit einem scharfen Auge für Details und Kuriositäten auf die Welt um ihn herum.» Dies teilte Ravensburger mit.

Ali mitgutsch
Ali Mitgutsch mit einem Wimmelbilderbuch. - dpa-infocom GmbH

Ali Mitgutsch wurde am 21. August 1935 in München geboren. Seine Karriere begann er als Grafiker, wie Ravensburger mitteilte.

1968 erschien sein erstes Wimmelbilderbuch «Rundherum in meiner Stadt» in dem Verlag. Mehr als 70 Bücher, Poster und Puzzles seien mit seinen Figuren und Zeichnungen erschienen.

Futter für seine Bilder bekam Mitgutsch auf Streifzügen durch die Stadt. «Dazu habe ich stets einen Block und einen Stift dabei und zeichne flink Skizzen, mit denen ich dann später arbeite.» Dies sagte er einmal im Interview der Deutschen Presse-Agentur.

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