Schon zwei Tötungsdelikte an Frauen in Österreich 2026

Maja Bojic
Maja Bojic

Österreich,

Schon nach weniger als zwei Wochen im neuen Jahr verzeichnet Österreich zwei Tötungsdelikte an Frauen.

Tötungsdelikt
Bereits in den ersten zwei Wochen des Jahres 2026 kamen in Österreich zwei Frauen gewaltvoll ums Leben. (Symbolbild) - keystone

In den ersten 15 Tagen des Jahres 2026 wurden in Österreich bereits zwei Frauen getötet.

Die 34-jährige Johanna G. aus der Steiermark wurde Opfer eines Tötungsdelikts, wie die «Kleine Zeitung» berichtet.

Wenige Tage später folgte der zweite Fall im Bezirk Mistelbach in Niederösterreich. Eine 36-jährige Deutsche wurde von ihrem Lebensgefährten erdrosselt, meldet «NOE.at».

Cobra-Beamter gesteht Tötungsdelikt an Fitnesstrainerin Johanna G.

Die Mutter der Steirerin meldete ihre Tochter Anfang des Jahres vermisst. Nur wenige Zeit später führte die Spur der Behörden zu einem unter ihnen: einem 30-jährigen Polizisten.

Nur wenig später gestand der Cobra-Beamte und führte seine Kollegen zur Leiche der 34-jährigen Fitnesstrainerin Johanna G. aus der Südoststeiermark. Laut der «Krone» gestand der Mann, Johanna G. getötet zu haben.

Ihren Körper habe er laut «Kleine Zeitung» in einem Waldstück nahe dem Grundstück seiner Eltern verscharrt. Der Verdächtige gibt an, es habe sich um einen tödlichen Unfall während einvernehmlicher sexueller Handlungen gehandelt.

Die Tat soll bereits am 5. Januar passiert sein.

Lebensgefährte erdrosselt Frau nach Streit

Auch das zweite Tötungsdelikt dürfte sich am 5. Januar abgespielt haben: Im Bezirk Mistelbach erstickte ein 47-Jähriger seine Lebensgefährtin. Laut «NOE.at» gab der Mann an, die Frau nach einem Streit mit einem Seil erdrosselt zu haben.

Tötungsdelikt
Das neue Jahr ist kaum gestartet, doch Österreich zählt bereits zwei Frauen-Tötungsdelikte. (Symbolbild) - depositphotos

Die Leiche wurde in einem Erdkeller auf seiner Liegenschaft gefunden. Ein Zeuge erstattete am 13. Januar Anzeige, nachdem der Täter ihn angerufen und über die Tat informiert hatte.

Der 47-Jährige zeigte sich kooperativ und führte die Beamten zum Leichnam. Wie die «Kleine Zeitung» berichtet, laufen die Ermittlungen weiterhin.

Innenministerium verteidigt Präventionsarbeit

Das Innenministerium verweist trotz der beiden Tötungsdelikte auf wirksame Gewaltprävention. Laut FH Joanneum sanken Privatsphäre-Morde von 24 in 2024 auf 16 im Jahr 2025, berichtet die «Kleine Zeitung».

Im Jahr 2024 sprach die Polizei 14'583 Betretungsverbote aus. Zudem wurden 12'534 Gefährder zu Gewaltpräventionsgesprächen vorgeladen, meldet «vol.at».

Politikerinnen und NGOs kritisieren die bisherige Umsetzung des Nationalen Aktionsplans gegen Gewalt an Frauen. Die Frauenring-Vorsitzende Klaudia Frieben bezeichnet Gewalt gegen Frauen als grösste Krise des Landes, wie der «Kurier» zitiert.

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