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    Schnee bremst Bahn im Norden aus

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    Deutschland,

    Bahnstörungen, Autounfälle, aber auch Freude in Städten wie Berlin und Hamburg, dass endlich mal Schnee liegen blieb.

    Ein Zug steht an einem verschneiten Bahnsteig im Hauptbahnhof von Hannover. Foto: Moritz Frankenberg/dpa
    Ein Zug steht an einem verschneiten Bahnsteig im Hauptbahnhof von Hannover. Foto: Moritz Frankenberg/dpa - dpa-infocom GmbH

    Das Wichtigste in Kürze

    • Ein Wintereinbruch in der Nordhälfte Deutschlands hat in der Nacht zum Samstag einige Probleme verursacht.

    Der Fernverkehr der Deutschen Bahn wurde in weiten Teilen Norddeutschlands kurzzeitig lahmgelegt.

    In der milderen Südwesthälfte Deutschlands dagegen stieg die Hochwassergefahr. Der nationale Bahnverkehr wurde zusätzlich durch eine Weltkriegsbombenentschärfung in der Innenstadt von Göttingen beeinträchtigt. Betroffen war die wichtige Nord-Süd-ICE-Strecke. Auf den Strassen kam es indes zu Glätte-Unfällen.

    In Städten wie Berlin, Hamburg und Bremen gab es auch Freude und trotz Corona Rodler. In Hamburger Parks lockte sonnig-winterliches Wetter am Samstag viele Familien zum Rodeln. Dabei wurde der Corona-Mindestabstand häufig nicht eingehalten, wie die Polizei am Mittag mitteilte. «Die Menschen rodeln teilweise auf sehr engem Raum», sagte ein Polizeisprecher. Der Schanzenpark wurde deshalb sogar gesperrt; hier zählte man ungefähr 400 Menschen.

    Auch in Berlin war es weiss. Im Tiergarten war am Morgen eine Ski-Langläuferin unterwegs. Das Brandenburger Tor und die Siegessäule sahen nach Winterzauber aus. Im Volkspark Friedrichshain rodelten einige. Die Polizei rief in Durchsagen dazu auf, Masken zu tragen und Abstand zu halten. Im Park am Planetarium am Insulaner in Schöneberg schritt die Polizei ein. Es sei zu voll, sagte eine Beamtin.

    Im Harz zeigten Appelle, wegen Corona auf Tagesausflüge besser zu verzichten, anscheinend Wirkung. An den beliebten Winterorten im Oberharz in Niedersachsen ging es trotz Neuschnees im Vergleich zu vorherigen Wochenenden eher ruhig zu. Die Parkplätze seien zwar voll, aber es gebe keine chaotischen Zustände, sagte ein Sprecher der Polizei Goslar am Samstag.

    In den frühen Morgenstunden waren laut Bahn einige Städte nicht mit dem Fernverkehr erreichbar gewesen, darunter Bremen, Kiel, Lübeck und Westerland auf Sylt. Auf Strecken wie Hannover-Bremen, Hamburg-Bremen sowie Hamburg-Hannover war der Fernverkehr vorübergehend eingestellt. Im Laufe des Samstagmorgens lief alles aber wieder an. Der Bahnverkehr laufe wieder störungsfreier, sagte eine DB-Sprecherin. Nur vereinzelt komme es noch zu Verspätungen.

    Auf den Strassen kam es zu Glätte-Unfällen, in Sachsen starb eine 37-Jährige, als ihr Auto nahe Reichenbach auf der verschneiten Bundesstrasse 6 in einer Kurve in den Gegenverkehr geriet. In Schleswig-Holstein gab es besonders viele Unfälle in den Bereichen Lauenburg und Stormarn, in Mecklenburg-Vorpommern auf der A19 geriet zwischen Waren und Röbel ein Kleintransporter ins Schleudern und kam von der Fahrbahn ab. Im gesamten Landkreis Peine in Niedersachsen sorgte der plötzliche Wintereinbruch für teils chaotische Verhältnisse auf den Strassen, wie die Polizei mitteilte.

    Starker Schneefall sorgte auch in Bremen für schwierige Strassenverhältnisse und lange Staus. Die Polizei rückte bis in die Nacht zu über 130 Verkehrsunfällen aus. Auf vielen Strassen blieb der Schnee liegen - zur Freude vieler Kinder, die in Bremen und Umgebung erstmals in diesem Winter ihre Schlitten einsetzen konnten.

    Im Südwesten liessen Tauwetter und Regen das Rhein-Hochwasser am Samstag weiter steigen. Der Pegel in Speyer erreichte am Vormittag einen Stand von 6,06 Metern - für Sonntag erwartet das Hochwassermeldezentrum in Mainz einen Höchststand von 7,75 Metern. Am Pegel Mainz werde die Meldehöhe von 5,50 Metern voraussichtlich am Sonntagmorgen überschritten, teilte das Meldezentrum mit.

    In Köln wurde am Samstagmittag mit 6,20 Metern die Hochwassermarke 1 erreicht. Für die Schifffahrt gelten ab diesem Wasserstand erste Einschränkungen. Schiffe dürfen nur noch mit verminderter Geschwindigkeit und im mittleren Stromdrittel fahren. Über die Treppen des gesperrten Rheinboulevards schwappte bereits das Wasser.

    Der Hochwasserinformationsdienst des NRW-Landesumweltamts rechnet für den Pegel Köln im Laufe des Dienstags mit einem Höchststand von 8,50 Metern. Dann wäre die Hochwassermarke 2 von 8,30 überschritten, und der Schiffsverkehr müsste eingestellt werden. Erste Hochwassertore zur Altstadt werden nach den Planungen der Stadt bei einem Wasserstand von 8,10 Metern geschlossen. Im Oberrhein bei Karlsruhe ist die Schifffahrt bereits eingestellt.

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