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    Russlands Sicherheitsrat: Ukraine hinter Anschlag in Moskau

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    Ukraine,

    Die Terrormiliz IS hat den Anschlag bei Moskau für sich reklamiert. Trotzdem behauptet der Sicherheitsrat, «natürlich» stecke Kiew dahinter.

    Russland Sicherheitsrat
    Russlands Präsident Wladimir Putin mit Nikolai Patruschew. - keystone

    Das Wichtigste in Kürze

    • Die Frage, wer hinter dem Anschlag in Moskau steckt, bleibt offen.
    • Für den russischen Sicherheitsrat ist der Fall klar: «Natürlich die Ukraine.»
    • Kremlchef Wladimir Putin äussert sich etwas diplomatischer.

    Ungeachtet glaubwürdiger Bekennerschreiben islamistischer Terroristen hat der Sekretär von Russlands nationalem Sicherheitsrat, Nikolai Patruschew, die Ukraine für den Anschlag bei Moskau am vergangenen Freitag verantwortlich gemacht.

    Auf die Frage von Journalisten, ob hinter dem Angriff auf die Konzerthalle Crocus City Hall mit mindestens 139 Toten die Terrormiliz Islamischer Staat oder die Ukraine stecke, antwortete Patruschew laut staatlicher Agentur Tass: «Natürlich die Ukraine.»

    Glauben Sie, dass die Ukraine hinter dem Anschlag in Moskau steckt?

    Wie er zu dieser Einschätzung kommt, erklärte der 72-Jährige, der immer wieder als glühender Befürworter des russischen Angriffskriegs gegen die Ukraine auftritt, nicht.

    Den Anschlag in Moskau hat bereits mehrfach die Terrormiliz Islamischer Staat (IS) für sich reklamiert. Westliche Sicherheitsbehörden und Experten halten das auch für glaubwürdig und vermuten den IS-Ableger Islamischer Staat Provinz Khorasan (ISPK) dahinter. Trotzdem behaupten russische Vertreter seit Tagen und ohne Vorlage von Beweisen, die Ukraine könnte verwickelt sein. Kiew weist das strikt zurück.

    Das sagt Wladimir Putin

    Kremlchef Wladimir Putin trat unterdessen etwas zurückhaltender auf. Er zähle darauf, dass die russische Generalstaatsanwaltschaft alles dafür tun werde, «dass die Verbrecher eine gerechte Strafe erhalten, so wie es das russische Gesetz vorschreibt».

    Wladimir Putin
    Wladimir Putin. - keystone/EPA/ALEKSANDR RJUMIN/SPUTNIK/KREMLIN POOL

    Am Montag hatte Putin bestätigt, dass der Angriff auf die Crocus City Hall von islamistischen Terroristen ausgeführt wurde. Zugleich machte er wie schon am Wochenende deutlich, dass er eine ukrainische Spur sieht. Russland wolle wissen, «wer der Auftraggeber ist».

    Putin geht demnach davon aus, dass Islamisten zwar den Auftrag für den Massenmord ausgeführt haben, die Drahtzieher aber anderswo sitzen. Ein Motiv sieht er in der Ukraine, nicht beim IS.

    Zwei Attentäter offenbar aus Türkei eingereist

    Zwei der mutmasslichen Attentäter von Moskau sind nach Angaben aus türkischen Sicherheitskreisen vor ihrem Aufenthalt in der russischen Hauptstadt in der Türkei gewesen.

    Sie seien gemeinsam am 2. März von Istanbul nach Moskau gereist, erfuhr die Deutsche Presse-Agentur am Dienstag. Sie hätten sich frei bewegen können, weil kein Haftbefehl vorgelegen habe. Die beiden hätten sich nur kurzzeitig im Land aufgehalten, man gehe daher nicht davon aus, dass sie sich in der Türkei radikalisiert haben.

    Einer der mutmasslichen Attentäter sei am 20. Februar in die Türkei eingereist, der andere Verdächtige am 5. Januar, hiess es weiter. Sie hätten sich beide zu unterschiedlichen Zeitpunkten zwischenzeitlich in Hotels in Istanbul aufgehalten und seien mit demselben Flug am 2. März nach Moskau zurückgekehrt.

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