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    Russland: USA bringen Menschheit neuem Weltkrieg näher

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    Ukraine,

    Der russische Botschafter in den Vereinigten Staaten von Amerika reagiert nach der Ankündigung aus den USA über die geplante Lieferung umstrittener Streumunition an Kiew.

    Anatoli Antonow, russischer Botschafter in den USA.
    Anatoli Antonow, russischer Botschafter in den USA. - Patrick Semansky/AP

    Das Wichtigste in Kürze

    • Russland reagiert auf die umstrittene Lieferung von US-Streumunition für die Ukraine.
    • Der russische Botschafter in den USA sagt, die Zahl der Kriegsopfer würden steigen.

    Russland hat die von den USA angekündigte Lieferung von Streumunition an die Ukraine als weitere Eskalation im Krieg bezeichnet. «Washington erhöht seinen Einsatz in dem Konflikt weiter», sagte der russische Botschafter in den USA, Anatoli Antonow, nach Angaben des Aussenministeriums in Moskau.

    Auch ohne die Streumunition seien die USA tief verstrickt in den Konflikt und brächten «die Menschheit näher an einem neuen Weltkrieg». Russland hatte die Ukraine Ende Februar 2022 überfallen, die USA unterstützen das angegriffene Land in seinem Verteidigungskampf.

    Sollte die Ukraine im Krieg gegen Russland auch Streumunition verwenden?

    Die USA seien so besessen von der Idee, Russland eine Niederlage zuzufügen, dass sie die Schwere ihrer Handlungen nicht berücksichtigten, sagte Antonow. Die Lieferung von Streumunition sei eine «Geste der Verzweiflung», mit der die USA und ihre Verbündeten ihre Impotenz an den Tag legten. Sie wollten nicht ihre eigenen Misserfolge einräumen bei der ukrainischen Gegenoffensive gegen die russischen Stellungen. «Deshalb begehen sie neuen Irrsinn.»

    Antonow: Washington missachtet Meinung seiner Verbündeten

    Der Einsatz von Streumunition wird nach Darstellung Antonows die Zahl der Kriegsopfer erhöhen und den «Todeskampf des Kiewer Regimes» nur verlängern. Washington missachte auch die Meinung seiner Verbündeten, die den Einsatz von «wahllos» tötender Streumunition ablehnten. Antonow wies darauf hin, dass viele Nato-Mitglieder dem Vertrag zur Ächtung von Streumunition beigetreten seien. Deutschland folgt wie mehr als 100 weitere Staaten dem sogenannten Oslo-Übereinkommen – die USA und auch Russland nicht.

    Zugleich betonte Antonow, dass die Aufrüstung der Ukraine mit westlichen Waffen keinen Einfluss habe auf das «Erreichen der Ziele der militärischen Spezialoperation». So nennt Moskau den Krieg offiziell. Zwar setzt Russland nach Angaben von Menschenrechtsorganisationen selbst Streumunition ein. Trotzdem warf der russische Diplomat Washington vor, die Warnungen etwa von Experten und Menschenrechtlern vor einem solchen «inhumanen Schritt» zu ignorieren. Es werde die Schuld der USA sein, dass nicht explodierte Sprengkörper Zivilisten viele Jahre gefährdeten.

    streumunition
    Bomblets für Streumunition. (Symbolbild) - keystone

    Als Streumunition werden Raketen und Bomben bezeichnet, die in der Luft über dem Ziel bersten und viele kleine Sprengkörper – sogenannte Submunition – verstreuen oder freigeben. Die Streumunition ist Teil eines neuen US-Militärhilfe-Pakets in Höhe von 800 Millionen US-Dollar (rund 729 Millionen Euro).

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