Rom ordnet forensische Untersuchung von Brandopfern an
Die Römer Staatsanwaltschaft will eine umfassende forensische Untersuchung der italienischen Opfer der Brandkatastrophe von Crans-Montana VS anordnen.

Diese soll sich auf alle medizinischen Unterlagen zu italienischen Staatsbürgerinnen und Staatsbürger beziehen, die von dem Brand in der Silvesternacht betroffen waren.
Die Vernehmungen der Verletzten durch die Polizei werden laut einem Bericht der italienischen Nachrichtenagentur Adnkronos vom Montag fortgesetzt.
Die italienische Staatsanwaltschaft wird sich am Donnerstag in Bern mit der Walliser Staatsanwaltschaft treffen, um eine Bilanz zu den bisherigen Ermittlungen zu ziehen. Zudem sollen die beiden Strafverfahren koordiniert werden, wie das Bundesamt für Justiz (BJ) bereits am Samstag auf Anfrage von Keystone-SDA mitteilte. So soll im Rahmen des Treffens auch die Möglichkeit einer gemeinsamen Ermittlungsgruppe besprochen werden.
Beim Treffen gehe es namentlich um das Ersuchen der Staatsanwaltschaft Rom an die Staatsanwaltschaft des Kantons Wallis um Zugang zu Beweismitteln, «denn ohne die Beweismittel der Staatsanwaltschaft des Kantons Wallis könnte Italien das eigene Strafverfahren nicht führen».
Entsprechend ist Italien laut dem BJ auf die Unterstützung der Schweiz angewiesen. Weitere Details werden nicht bekannt gegeben, wie es weiter hiess. Weil auch italienische Staatsbürger von der Brandkatastrophe betroffen sind, ist die italienische Justiz verpflichtet, ein eigenes ein Strafverfahren zu eröffnen.






