RKI: Rückgang zum Jahresende bei Atemwegserkrankungen

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    Deutschland,

    Verbringt Deutschland Weihnachten krank im Bett? Die Sorge vor den Feiertagen war gross. Die Zahl der Erkrankungen ist allerdings leicht gesunken – aber immer noch hoch.

    Trotz warmer Temperaturen leiden gerade ungewöhnlich viele Menschen an Erkältungskrankheiten.
    Trotz warmer Temperaturen leiden gerade ungewöhnlich viele Menschen an Erkältungskrankheiten. - Susann Prautsch/dpa

    Das Wichtigste in Kürze

    • Trotz der Sorge vor besonders vielen Krankheitsfällen vor und an den Weihnachtsfeiertagen ist die Zahl akuter Atemwegserkrankungen in Deutschland Ende 2022 zurückgegangen.

    Die Werte liegen allerdings trotz des Rückgangs noch über denen der Vorjahre, wie es im Wochenbericht der Arbeitsgemeinschaft Influenza des RKI vom Mittwochabend heisst.

    Angenommen werden laut Bericht insgesamt circa 6,4 Millionen akute Atemwegserkrankungen in der Bevölkerung in der vergangenen Woche – unabhängig von einem Arztbesuch. In der Woche vom 12.12. bis zum 18.12. hatte dieser Wert noch bei etwa 9 Millionen gelegen.

    «Influenzaviren verursachen weiterhin den Hauptteil der akuten Atemwegserkrankungen», schreibt das RKI. Insbesondere bei Kindern unter zwei Jahren führe zudem die anhaltende Aktivität des Respiratorischen Synzytial-Virus (RSV) zu Arztbesuchen und Krankenhauseinweisungen.

    Planbare Operationen abgesagt

    Vor Weihnachten hatte die angespannte Lage des Gesundheitssystems Sorgen bereitet. Angesichts hoher Infektionszahlen waren Kliniken und Arztpraxen überlastet, teilweise wurden planbare Operationen abgesagt. Auch bestimmte Medikamente wie etwa Fiebersäfte waren knapp. Die Zahl der Arztbesuche wegen einer akuten Atemwegserkrankung lag laut Bericht 2022 höher als in den Vorjahren zur Zeit um Weihnachten und Neujahr. Rund 1,2 Millionen Menschen suchten zwischen dem 26.12.2022 und dem 1.1.2023 einen Arzt wegen einer solchen Erkrankung auf.

    Im Wochenvergleich ging allerdings auch diese Zahl zurück: Zwei Wochen zuvor waren es noch 2,3 Millionen Arztbesuche gewesen. Der starke Rückgang sei aber auch in den vorpandemischen Saisons regelmässig zum Jahresende über die Feiertage beobachtet worden.

    286 Grippe-Tote erfasst

    Die Zahl der gemäss Infektionsschutzgesetz im Labor bestätigten und ans RKI gemeldeten Grippefälle für die Weihnachtswoche betrug rund 50.800 – in der Silvesterwoche ging die Zahl auf rund 21.200 zurück. Laut Bericht wurden seit Anfang Oktober mehr als 400 Grippe-Ausbrüche mit mindestens fünf Fällen gemeldet, davon 111 an Kindergärten und 103 an Schulen. Die Zahl der erfassten Todesfälle mit Grippeinfektion wurde im Bericht mit 286 angegeben. Die Meldezahlen sind nur ein kleiner Ausschnitt der tatsächlichen Lage.

    Die Grippewelle in Deutschland hat dieses Mal früh begonnen: nach RKI-Definition in der Woche bis 30. Oktober. In den beiden Wintern zuvor waren Wellen wegen der Pandemie und den dagegen getroffenen Massnahmen weitgehend ausgeblieben. Experten befürchteten daher mehr anfällige Menschen in der Bevölkerung.

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